Schon im 17. Jahrhundert reiste er literarisch zum Mond und zur Sonne: Cyrano de Bergerac, unzeitgemäßer Utopist, Poet und Erfinder, legte sich mutig mit den kirchlichen und weltlichen Autoritäten seiner Zeit an. Respektlos wagte er sich an die Grenzen des Erfahrbaren und nahm, in einer Epoche voller Erfindungsgeist, die moderne Science-Fiction vorweg. Seine freigeistige Haltung und seine ständige Bereitschaft zum Duell (ob verbal oder mit der Klinge) brachte ihm viele Feinde ein. 1655 starb er erst 36-jährig; bis heute ist ungeklärt, ob sein Tod die Folge eines Mordanschlages oder eines Unfalls war.

Lange Nase, scharfer Degen


Legendär ist nicht nur die Länge seiner Nase, sondern vor allem auch die Schärfe seines Degens wie seines Geistes und die Schönheit seiner Poesie. 1897 hat Edmond Rostand Cyrano de Bergerac im gleichnamigen Drama verewigt und somit unser Bild des als Autor fast vergessenen Frühaufklärers maßgeblich geprägt. Unvergessen ist die Geschichte von Cyranos reiner Liebe zu Roxanne, der er im Namen seines Freundes die schönsten Worte der Liebe und die leidenschaftlichsten Briefe schreibt - und der er erst im Augenblick seines Todes die Wahrheit über seine Gefühle eingestehen kann.

Weitere Aufführungen


Sonntag, 08.07.2012 - 20:30
Freitag, 13.07.2012 - 20:30
Samstag, 14.07.2012 - 20:30
Sonntag, 15.07.2012 - 20:30 (zum letzten Mal in dieser Spielzeit)