Die Baustelle auf dem ehemaligen Brockardtgelände ist aktuell so etwas wie Coburgs größtes Wimmelbild: Wer sich umschaut, sieht zig Maler, die auf dem Gerüst stehen und ein Haus verputzen, dazwischen wuseln Gärtner, die Grünstreifen anlegen, und immer mal wieder läuft ein Bauarbeiter von links nach rechts und trägt irgendwelche Teile von A nach B.

Am Wochenende (31.07-01.08) haben die Handwerker zwar frei, doch ruhiger dürfte es trotzdem nicht werden: Gleich 28 Wohnungen werden neu bezogen. "Da wird's ab und zu mal etwas eng werden", glaubt Marcus Thiele, einer von zwei Geschäftsführern der für alles verantwortlich zeichnenden Firma Projekt Bauart aus Forchheim.

Zufahrt zu Coburgs neuem Stadtteil über den Kalenderweg

Ein Umzugskalender mit verschiedenen Zeitfenstern soll ein all zu großes Chaos auf den Zufahrten und in den Treppenhäusern verhindern.

Doch selbst wenn es mal chaotisch werden sollte: Bei Thiele und seinem Team überwiegt die Freude, bei diesem Vorzeigeprojekt weiterhin voll im Zeitplan zu liegen.

Baubeginn für Coburgs neuen Stadtteil zwischen Milchhofstraße, Bahngleisen und Kalenderweg (oder, grob gesagt: hinter dem neuen E-Center!) war im Herbst 2019. Das erste von insgesamt zehn Gebäuden mit 23 Wohnungen war bereits im Mai 2021 fertig; bis Ende 2022 sollen hier insgesamt 167 Wohnungen entstanden sein.

Neuer Stadtteil in Coburg mit 167 Wohnungen

Nur beim ersten Gebäude fand ein Verkauf statt; alle anderen Wohnungen werden von Projekt Bauart vermietet, zum Teil handelt es sich um "geförderten Wohnraum".

Den Begriff "Sozialwohnung" findet Marcus Thiele allerdings reichlich unpassend. Er spricht von einer "breiten Mittelschicht" und einem "bunten Mix an Mietern", der in die Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen einziehen wird; vom jungen Pärchen über die Familie bis zum Senior.

Alle Wohnungen sind barrierefrei - und fast alle Wohnungen, die bislang angeboten wurden, sind vermietet.

Ausfahrt in Richtung Milchhofstraße in Coburg möglich

In der Mitte des Wohngebiets befindet sich eine Tiefgarage mit 79 Stellplätzen. Die Zufahrt erfolgt über den Kalenderweg, die Ausfahrt ist nur in Richtung Milchhofstraße (und weiter in den Kanonenweg) möglich.

Alle oberirdischen Stellplätze werden komplett über den Kalenderweg angebunden.

Diese enorme Bedeutung des Kalenderwegs spiegelt sich übrigens auch im Namen wider, unter dem Projekt Bauart das Gebiet vermarktet: "Kalendergärten".