Der 9. Coburger Genusslauf-Wintermarathon rund um die Vestestadt Coburg zog am Sonntag mehr als 170 Laufbegeisterte aus ganz Deutschland in seinen Bann. Der Wintermarathon des TV Lützelbuch hat mittlerweile einen festen Platz im Terminkalender vieler Läufer aus nah und fern.

Vor acht Jahren waren es gerade einmal 30 Teilnehmer beim Coburger Wintermarathon Teilnehmer, die sich auf die Strecke rund um die Vestestadt machten. Heute sind es knapp 200 aus dem gesamten Bundesgebiet, die die Permanent-Marathonstrecke rund um Coburg absolvieren wollen.

Das gemeinsame Laufen, Spaß dabei haben und die Garantie auf eine Top-Verpflegung mache den Wintermarathon zu einem wahren Erlebnis, hob Organisator Jürgen Lesch bei der Begrüßung der Läufer besonders hervor. Vor acht Jahren sei aus der spontanen Idee von Thomas Schmidtkonz und ihm dieser Laufevent entstanden und habe sich im Kalender etabliert.


Das Teilnehmerfeld sei damals mit 36 Läufern noch recht überschaubar gewesen. Heute würden über 170 Läufer auf die Dauer-Marathonstrecke rund um die Vestestadt Coburg gehen. Mehr als 30 Helfer, so Jürgen Lesch, seien heute nötig, um die Läufer an den sechs Versorgungsstellen entlang der Strecke zu betreuen.
"Wir haben mit Wolfgang Böss einen Stammgast, die seit Jahren immer Anfang Januar in Lützelbuch dabei ist, " so Thomas Schmidtkonz vom Team Bittel, dem Co-Veranstalter.

Der Transeuropaläufer Wolfgang Böss aus Creussen legte die 4178 Kilometer lange Strecke vom dänischen Skagen über Dänemark, Deutschland, Frankreich, Spanien bis nach Gibraltar innerhalb von 64 Lauftagen zurück. Dies bedeute jeden Tag mehr als 60 Kilometer zu laufen. Er habe vor einigen Jahren den Wintermarathon in Coburg für sich entdeckt und finde die Atmosphäre und das stressfreie Laufen ohne Wettkampfcharakter einfach toll, sagte Böss.

Für seine Wettkämpfe bereite er sich auch mit Radfahren und Fitnesstraining vor. Bis zum Jurasteiglauf mit 230 Kilometern nonstop werde er schon mal einen Lauf mehr in seinen Trainingsplan einschieben, verriet Wolfgang Böss.

Für die Coburger Spitzenläuferin Stephanie Lieb war es heuer der vierte Wintermarathon. Es sei ein sehr schöner Lauf, super organisiert, eine Spitzenverpflegung und man treffe hier zum Jahresbeginn viel bekannte Gesichter aus der Laufszene", sagte Lieb.
Beim Boa Vista Ultramarathon über 150 Kilometer nonstop belegte Lieb im Jahr 2011 den herausragenden 2. Platz.

Bei Temperaturen um die sechs Grad Celsius mit einem leichten Nieselregen machte sich am Sonntag Punkt zehn Uhr das Läuferfeld auf die Strecke.

Der als Gruppenlauf konzipierte Marathonlauf wurde von Thomas Schmidtkonz (Team Bittel) und Jürgen Lesch (TV Lützelbuch) im Jahr 2005 ins Leben gerufen und erfreut sich zunehmend deutschlandweiter Beliebtheit. Der Marathon führte über die permanente Marathonstrecke des Coburg-Marathon. Der Lauf sei kein Wettkampf und deshalb erfolge auch keine Zeitmessung.
Wer schon vor Bewältigung der kompletten Distanz aussteigen möchte, könne dies jederzeit an einer der sechs Versorgungsstellen tun.

"Beim Wintermarathon wird auch der Grundstock für das Grundlagentraining und somit für die bevorstehenden Laufevents des Jahres 2013 gelegt", sagte Jürgen Lesch. Er wies beim Start noch besonders auf den 8. VR-Bank Run and Bike Team-Marathon hin. Dieser wird vom TV Lützelbuch am Samstag, 20. Juli 2013, ausgerichtet. Anmeldungen sind ab dem 1. März möglich.