Die Vorwürfe von IHK-Präsident Friedrich Herdan im Zusammenhang mit dem angedachten Parkraumkonzept blieben nicht ungehört. Herdan hatte unter anderem kritisiert, dass die IHK in die Erarbeitung des jetzt vorliegenden Konzepts nicht eingebunden gewesen sei. Ebenso ärgerte sich der Präsident, dass die IHK nicht zum Stadtratsworkshop im Februar eingeladen wurde.

Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU) weist diese Vorwürfe jetzt zurück. "Seit dem Startschuss für die Erarbeitung des neuen Parkraumkonzeptes gab und gibt es eine projektbegleitende Arbeitsgruppe, an der neben der Verwaltung auch Vertreter des Stadtrates, der SÜC, der Polizei, der Wohnbau und der ARGE ÖPNV von Stadt und Landkreis Coburg teilnehmen", schreibt sie in einer Stellungnahme. Und: "Selbstverständlich war auch die IHK Teil dieser Arbeitsgruppe und nahm an allen fünf bisher anberaumten Sitzungen teil."

Richtig sei, so Birgit Weber, dass die IHK nicht zum Stadtratsworkshop eingeladen wurde, da es sich hier - "wie der Name schon sagt" - um eine Veranstaltung handelte, in der sich ausschließlich die Mitglieder des Stadtrats mit den bisher in der Arbeitsgruppe erarbeiteten Inhalten beschäftigten. "Hierzu erhielt auch der Präsident der IHK, Friedrich Herdan, in seiner Funktion als Stadtrat, eine Einladung", stellt Weber klar.


Verwaltung will Weg vorschlagen

In einem Punkt gibt die Zweite Bürgermeisterin ihrem CSU-Fraktionskollegen allerdings Recht: Das nun vorliegende Papier sei "noch nicht zielführend". Gleichzeitig kündigt sie an: "In den nächsten Tagen werden wir uns verwaltungsintern abstimmen und den Stadträten einen Weg vorschlagen, wie wir zeitnah, unter Einbindung aller Betroffenen, zu einem mehrheitsfähigen Parkraumkonzept gelangen können."