Fassbare Melodie-Passagen und Rhythmen, ob von Vibrafon oder Sax getragen, zersprühen zu wilder Gischt. Große Wellen branden an, getrieben vor allem auch durch den ungemein innovativen, einfallsreichen Schlagzeuger Rafael Calman, bevor sich der Wind legt und Christoph Möckls Saxofone Lichtreflexe spielen lassen über dem Wasser.

Die fünf jungen Musiker stürzen sich immer wieder lustvoll bis in den weiten Lärm in ihr wildes musikalisches Bad, dann aber auch lächelnd zu sich kommend. Sie schweifen durchaus lyrisch, immer aber als vertraute Bootsmannschaft aufeinander lauschend. Die Solos werden nicht zum rituell abgezogenen Selbstzweck, sondern dienen der Navigation des Ganzen.