Sie müssen rennen. Mit sperrigen Klamotten am Leib, einer um die 16 Kilogramm schweren Pressluftflasche auf dem Buckel und einer Atemschutzmaske vorm Gesicht. Sie müssen Türen aufbrechen und Leute aus verqualmten Räumen ziehen können. All das üben Feuerwehrleute regelmäßig. Als Übung ist es Routine, im Ernstfall wird es - so hoffen sie - nicht gebraucht.

Aber manchmal wollen Feuerwehrleute wissen, wie gut sie sind: Wie schnell, wie präzise, wie geübt. Dann melden sie sich an zu Wettkämpfen an, die "Toughest Firefighter alive" heißen, härtester lebender Feuerwehrmann. So wie Daniel Fritz (24), Thomas "Schlot" Fritz (54), Rene Hoffmann (20), Mike Korten (24) und Sebastian Sauer (26) von der Feuerwehr Coburg. Am 7. und 8.
Juni wollen sie in Mönchengladbachgegen 173 Feuerwehrmänner aus Deutschland und dem benachbarten Ausland antreten. Und weil für Wettkämpfe ein spezielles Training nötig ist, bereiten sie sich jetzt schon darauf vor.

Als Sportgruppe seien sie schon bei dem einen oder anderen Wettlauf in der Region angetreten, erzählt Thomas Fritz. Auch beim Treppenlauf für Feuerwehrleute in Düsseldorf waren sie dabei. Letztes Jahr fuhren sie erstmals zu einem Mehrkampf nach Göttingen und schlossen im vorderen Drittel des Teilnehmerfelds ab. Thomas Fritz wurde sogar zweiter in seiner Altersklasse - es gab nur vier Starter.

Aber Mönchengladbach - das wird noch mal eine Spur härter. Deshalb haben sie Christian Schad als Trainer gewonnen, der das neue Fitness-Studio in der Bamberger Straße betreibt. "Das Übersäuern müssen wir in den Griff kriegen", sagt Schad, nachdem er die Filmchen gesehen hat, die die einzelnen Disziplinen zeigen. Die Übungen verlangen Kraft und Kondition, jede bringt an Grenzen - und die Zeit dazwischen ist kurz. Doch das Fitness-Studio reicht da nicht - die Coburger werden die Stationen so trainieren, wie sie in Mönchengladbach aufgebaut sind.