Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) hat entschieden, dass in der Stadt Coburg eine "Task Force Uk raine-Hilfe" gebildet wird. In dieser Arbeitsgruppe laufen alle Fäden zusammen, die mit Hilfsangeboten für aus der Ukraine flüchtende Menschen zu tun haben. Das sagte der Leiter des OB-Büros, Stefan Hinterleitner, am Montag auf Anfrage des Coburger Tageblatts.

Die Leitung der Task Force hat Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD), der entsprechende Erfahrungen bereits im Herbst 2015 gesammelt hat, als ebenfalls viele Menschen vor Krieg flüchten mussten und unter anderem auch ins Coburger Land kamen.

Mögliche Unterkünfte

Nach Auskunft von Stefan Hinterleitner hat die Stadt Coburg der Regierung von Oberfranken bereits mehrere Vorschläge unterbreitet, welche Immobilien zur Unterbringung von geflüchteten Menschen genutzt werden könnten. Außer diversen Turnhallen, die sich zur Erstaufnahme als Sammelunterkünfte eignen, sind auch kleinere Objekte dabei, in denen eine Unterbringung mit zumindest ein bisschen Privatsphäre möglich wäre.

Um sowohl Sachspenden als auch Angebote von ehrenamtlicher Unterstützung besser koordinieren zu können, wird vom Coburger Rathaus aus die Plattform "Coburg hilft" wieder aktiviert.

Angebote erst einmal sammeln

Auch im Landratsamt Coburg sind bereits zahlreiche Angebote sowohl für Sachspenden als auch möglichen Übergangswohnraum eingegangen. In einer Pressemitteilung wird allerdings darauf hingewiesen, dass aktuell noch nicht konkret absehbar sei, in welchem Umfang im Coburger Land Flüchtlinge aufgenommen werden. Deshalb sollen die Angebote zunächst gesammelt werden, um zum gegebenen Zeitpunkt schnell darauf zurückgreifen zu können. Dazu wurde ein E-Mail-Postfach eingerichtet. Wer etwas zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, sich an die Adresse ukrainehilfe@landkreis-coburg.de zu wenden.