Darüber informierte nun die Stadtverwaltung. Die Beratungsstelle steht anerkannten Flüchtlingen und Migranten zur Verfügung. Brose unterstützte das Angebot im vergangenen Jahr mit 20 000 Euro, 2017 soll das Engagement in gleicher Höhe fortgesetzt werden, wie die Stadt mitteilt.

"Unser Familienunternehmen übernimmt nachhaltig Verantwortung für die Integration von Flüchtlingen", erklärte Michael Daniel, Leiter Sonderprojekte Personalstrategie bei Brose. Das Unternehmen hat ein Mitarbeiterpatenprogramm gestartet, bildet Flüchtlinge aus und fördert eine Sprachlern-App. "Wir sind überzeugt, dass die Koordinierungsstelle der Stadt Coburg Neuankömmlingen den Start in Deutschland erleichtert und somit deren Integration in unsere Gesellschaft fördert", wird Daniel zitiert.

Die Beratungsstelle ist beim Sozialamt der Stadt Coburg angesiedelt und befindet sich im Haus "Sozial Aktiv", Oberer Bürglaß 4. Hier finden Zuwanderer jeden Alters, die ihren Lebensmittelpunkt hierher verlegt haben, Unterstützung. Seit 15. August 2016 wird Almut Hagner als Koordinatorin für diesen Personenkreis eingesetzt.

Hauptsächlich hilft sie bei der Lösung von Alltagsfragen wie "was finde ich wo", der Arztsuche und Hilfe bei Arztterminen. Aber auch Aufklärung über die Mülltrennung und Energiesparen, Hilfestellung beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen sowie die Vermittlung zu den richtigen Ansprechpartner in Ämtern und Institutionen gehören zu den Aufgaben.

"Es wird Unterstützung beim Zugang zu unserem Bildungssystem und in den Arbeitsmarkt geleistet. Das Erlernen der deutschen Sprache ist für Menschen mit Migrationshintergrund der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration", heißt es in der Mitteilung der Stadt. Deshalb gehört es auch zu Almut Hagners Aufgaben, bei Bedarf die richtigen Sprachkurse zu ermitteln und die Integration zu fördern durch die Vermittlung von Kontakten.

Die meiste Zeit investiere Almut Hagner im Moment in die Suche nach geeigneten Wohnungen für Menschen, die nach dem Abschluss des Asylverfahrens die Gemeinschaftsunterkünfte verlassen dürfen. Es werden sowohl Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen für Einzelpersonen als auch Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen für Familien benötigt. "Durch eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge im Stadtgebiet besteht die Möglichkeit des kulturellen Austausches mit den Nachbarn, was einen positiven Einfluss auf das Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten haben wird", wirbt die Stadt. Wohnungsangebote nehme Almut Hagner gerne entgegen. Sie ist unter Telefon 09561/892510 oder per E-Mail unter Almut.Hagner@coburg.de zu erreichen.

Wie Maximilian Heller, Pressesprecher der Stadt Coburg, weiter informierte, erhält die Stadt außerdem Zuschüsse vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aus dem Programm "Koordination der Bildungsangebote für neu Zugewanderte". Dafür habe die Stadt Coburg seit 1. Oktober eine Koordinatorin angestellt. Ihre Aufgabe sei es, die passenden Bildungs- und Praktikumsmöglichkeiten für Zugewanderte zu vermitteln und die Angebote zu vernetzen.