Nunmehr zum achten Mal hatte Hildegard Mogalle, Leiterin der Ehrenamtsbörse, einen Abend für 60 Einsame im Haus Contakt veranstaltet. Für sie sei es ein Geschenk, für andere da zu sein und ihnen mit einem Weihnachtsfest eine Freude zu bereiten. Gerade für Menschen, die es im Moment nicht leicht hätten, die alleine sind oder auch Paare, die gerne mit anderen an diesem Abend zusammen sein wollen, sei dieser Abend gedacht. Sie selbst habe den Luxus einer Familie und den wolle sie aber auch an ihre Mitmenschen weitergeben. "Wir wollen den Menschen an Weihnachten einen schönen Heiligen Abend gestalten, sie sollen sich wohlfühlen und um nichts kümmern müssen."

Dekan Christoph Liebst war mit Ehefrau Christine gekommen, um mit den anderen Gästen den Heiligen Abend zu feiern. Die Mahnung des Bundespräsidenten Joachim Gauck, dass die Bürger zu Weihnachten ihre Herzen vor Flüchtlingen und Asylbewerbern nicht zu verschließen, wurde in Coburg gehört und in die Tat umgesetzt.

Dekan Liebst hatte Amin Torkman aus dem Iran und Nasser Wafaie aus Afghanistan eingeladen, um gemeinsam das Weihnachtsfest zu feiern. Nasser Wafaie ist seit acht Monaten in Deutschland und für ihn war Weihnachten bislang nur aus dem Fernsehen bekannt. Christbaum, Geschenke und die echten Coburger Klöße seien für ihn schon etwas gänzlich Neues, sagte er. Die beiden Männer hatte am Nachmittag gemeinsam mit Christine Liebst die Salate für das Fest vorbereitet und so zum Gelingen des Abends auch mit beigetragen.

Alle Menschen, die an dem Heiligen Abend nicht alleine sein wollten, waren von der Ehrenamtsbörse St. Moriz zu einem unterhaltsamen Abend mit einem gemeinsamen Abendessen ins Haus Contakt eingeladen worden. "Weihnachten alleine - muss nicht sein", war auch in diesem Jahr das Motto der achten besinnlichen Weihnachtsfeier mit weihnachtlichen Weisen und interessanten Gesprächen. Natürlich wurde am Heiligen Abend auch gesungen. Gary O'Connell gehört mittlerweile zum festen Programmpunkt und hatte auch diesmal mit den Gästen Feier weihnachtliche Lieder gesungen und ihnen damit einen sicherlich unvergesslichen Abend beschert. Lucie Müller hatte "Peter Frankenfelds lustige Weihnachtsgeschichte" vorgelesen und damit alle zum schmunzeln und lachen verführt.

Der 43-jährige Alexander aus Coburg wollten an dem für ihn besonderen Tag nicht alleine daheim blieben, sagte er. Hildegard Mogalle habe einen ganz tollen Abend vorbereitet und hier könne er mit anderen feiern. Reiner kam mit seiner brasilianischen Freundin Maria ins Haus Contakt, denn sonst hätten sie den Abend alleine verbracht und hier könnten sie Stunden in Gemeinschaft mit anderen Leuten verbringen. Ute hatte sich mit ihrer Freundin Dagmar verabredet, um gemeinsam einen kurzweiligen Abend zu verbringen und auch neue Leute kennenzulernen. Anita Zipfel, eine langjährige Besucherin der Weihnachtsfeier, sagte im Namen aller Dank an Hildegard Mogalle. Sie sei immer so gut zu allen, richte alles so weihnachtlich her und überrasche zudem noch die Gäste mit einem tollen Weihnachtsgeschenk.

Weihnachten soll niemand alleine sein, sagten Elke, Uwe und Tim Gutzeit-Treyse. Da es ihnen selbst sehr gut gehe, wollten sie am Heiligen Abend mal etwas für andere tun. Die Familie war gekommen um zu helfen und mit anzupacken. Sie verteilten die Salate, servierten den Sauerbraten mit den Coburger Klößen, räumten ab, spülten auf, schenkten Getränke nach und waren zu Stelle, um Hildegarde Mogalle einfach zu unterstützen und unter die Arme zu greifen. "Wir wollen für andere da sein, die am Heiligen Abend alleine sind", sagten auch Mira und Maren Mogalle. Die beiden Töchter der Organisatorin halfen auch in diesem Jahr mit, den Abend zu gestalten und das schmackhafte Abendessen auszugeben.

Maria Brödenfeld hatte das Festmahl zubereitet und die echten Coburger "Rutscher" spendiert. "Jeder soll an Weihnachten etwas leckeres zu essen bekommen", so die Chefin der Coburger Kloßküche. Sie stehe auch am Heiligen Abend in der Küche und für die Weihnacht für Alleinstehende habe sie gerne gekocht. Der leckere Sauerbraten mit Thüringer Klößen, Blaukraut und Salat hat jedem geschmeckt. Hildegard Mogalle hatte selbst die Nachspeise mit Eis und heißen Himbeeren selbst zubereitet. Die Gemeindemitglieder von St. Moriz hatten für jeden Gast ein tolles Geschenk gespendet und weihnachtlich verpackt. Die VR-Bank und die Hofapotheke unterstützten finanzielle die Weihnachtsfeier.