Sprengung im Kreis Coburg durchgeführt: Angehörige haben im Rahmen eines Erbnachlasses Sprengstoff auf einem Coburger Anwesen entdeckt. Laut Mitteilung der Polizei Coburg handelt es sich dabei um gewerblichen Sprengstoff. Am Donnerstag (20.05.2021) wurde die Sprengung durchgeführt.

Zur Sicherung und kontrollierten Sprengung kam die Technische Sondergruppe aus München zum Einsatz, wie die Polizei Coburg am Donnerstagnachmittag (20.05.) mitteilt.

Sprengung in Coburg: Spezialisten der Technischen Sondergruppe München unterstützen

Über das Gewerbeaufsichtsamt erhielt die Polizei am Donnerstagnachmittag die Meldung über den Fund von gewerblichem Sprengstoff in einem Lager am Vorderen Floßanger. Dabei handelte es sich um älteres Ammongelit. Ammongelit ist ein gelatinöser Sprengstoff aus Ammoniumnitrat, der von seiner Konsistenz her Marzipan gleicht. Ein solcher Sprengstoff fand meist bei Gesteinssprengungen oder bei Gebäudeabrissen Anwendung und erforderte eine elektronische Zündung. 

Aufgrund der über Jahrzehnte andauernden Lagerung war die Zündfähigkeit erheblich geschwunden. Dennoch war es aus Sicherheitsaspekten heraus unabdingbar, die Spezialisten der Technischen Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamtes aus München mit zu involvieren.

Diese übernahmen den gesicherten Transport der geschätzten 20 Kilogramm des Explosivstoffes sowie die Sprengung, die aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und Umstände bei der Staatsstraße 2205 in der Nähe der Kreuzung Wiesenfeld zur Wildbahn stattfand.

Punkt 13 Uhr fand die erste Sprengung statt. Knapp zehn Minuten später brachten die Sprengstoffspezialisten aus München die zweite Ladung kontrolliert zur Detonation. Bei der Sprengung sperrten mehrere Polizeikräfte die Zugangsstraßen und -wege rund um den Ereignisort ab. Zu keinem Zeitpunkt bestand eine Gefahr für Anwohner. 

Symbolfoto: Robert Schlesinger/dpa