Catalpa, so lautet der botanische Name für den Trompetenbaum. Das älteste Exemplar im Coburger Hofgarten steht dort seit 80 bis 100 Jahren. Doch die weit ausladende Krone des alten Baumes bereitet auch Probleme: Schon vor einigen Jahren wurde ein Riss im Stamm festgestellt. Über den Winter hat sich dieser Riss vertieft. Deshalb wurden jetzt die großen Äste des Baumes abgestützt, damit die Kluft im Stamm nicht weiter wächst, erläutert Stephan Just, im Grünflächenamt für Baumschutz und -pflege zuständig.
Die hölzernen Stützen seien nur ein Provisorium, betont Just. Um den Baum zu sichern, bräuchte er massivere und dauerhafte Stehhilfen - ähnlich wie seinerzeit die Blutbuche am Portikusbau. Dann bestehe die Chance, dass der Baum den Riss selbst heilen kann.
Billig wird das nicht. "Wenn wir das Geld nicht ausgeben wollen, müssten wir den Baum massiv verschandeln, was wir aus fachlicher Sicht nicht wollen", sagt Just. "Der Catalpa ist ein schöner und wichtiger Baum für uns!" Immerhin handele es sich um den ältesten und schönsten Trompetenbaum im Stadtgebiet. Deshalb sei auch schon ein Gutachter hinzugezogen worden, der die Stützen empfohlen habe.