Der Geschäftsführer der Wohnbau Landkreis Coburg freute sich, dass mit Petra Kotterba nun endlich eine "Kümmerin" vor Ort sei, die für die Creidlitzer Ansprechpartner in allen Belangen ist. Der stellvertretende Geschäftsführer des Caritasverbandes Stadt und Landkreis Coburg, Norbert Hart, betonte die Wichtigkeit, solch eine Einrichtung in einem Stadtteil zu haben: "Dies ist ein Modell der Zukunft!"

Die Quartiersmanagerin Petra Kotterba stellte den interessierten Bürgern sich, die Einrichtung sowie die Möglichkeiten und Aufgaben der Quartiersarbeit ausführlich anhand von Beispielen vor.

Grundlage der Arbeit ist das auf Basis der Bürgerbefragung der Creidlitzer Bürgerinnen und Bürger erstellte Konzept aus dem Jahr 2016. Hier wurde die Meinung der Creidlitzer Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich der Fragestellung erfasst, was in Creidlitz umgesetzt werden muss, damit ältere und pflegebedürftige Menschen auf Dauer in Creidlitz bleiben können. Die Ergebnisse der Umfrage lassen sich auf drei Schwerpunkte verteilen nämlich Wohnen, Unterstützung und Soziales.

Wohnen heißt bedarfsgerechte Wohnraum zu schaffen. Dieser wurde mit den Neubauten der Wohnbau Landkreis Coburg Unterm Buchberg 1 und 3 neu geschaffen.

Ansonsten hat man die Möglichkeit, sich von Petra Kotterba hinsichtlich barrierefreien Wohnen beraten zu lassen. "Ich komme gerne zu Ihnen und berate Sie, wie Sie Ihre Wohnung auf Ihre Bedürfnisse anpassen können und wo es finanzielle Unterstützung gibt. Keiner soll gezwungen sein, sein gewohntes Umfeld aufgrund körperlicher Einschränkungen verlassen zu müssen."

Im Bereich der unterstützenden Hilfen muss es vor Ort bedarfsgerechte Angebote und Dienstleistungen geben. Hier gibt es allerhand Ideen Bedarfe mit vorhandenen Möglichkeiten aufzufangen. "Was aber immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Bereitschaft der Bürger, sich einzubringen, denn nur so entstehen starke Netzwerke und Gemeinschaft" so Kotterba. Die Quartiersmanagerin nimmt die Bedarfe auf und versucht Lösungen zu finden und diese dann zu kommunizieren und zu koordinieren. Dies kann beispielsweise ein Einkaufsservice bzw. Einkaufsbegleitservice sein.

"Ganz besonders wichtig ist mir aber zu betonen, dass die Zielgruppe der Quartiersarbeit nicht festgelegt auf Senioren ist", hob Kotterba ausdrücklich hervor. "Sie können zu mir kommen, egal ob Jung oder Alt oder welche Fragen auch immer Sie haben. Ich helfe Ihnen weiter!"

Auch Entlastungsangebote und Hilfen für Pflegende Angehörige sind Beispiele im Bereich Unterstützung. So wurde gleich nach dem Start des Caritas-Quartiersprojektes eine Betreuungsgruppe in den Räumlichkeiten des Stützpunktes eingerichtet. Jeden Donnerstag ab 14 Uhr können Pflegende Angehörige ihre zu Betreuenden in fachkundige Hände abgeben und sich somit Entlastung verschaffen.

"Der Quartiersstützpunkt soll aber auch Treffpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger werden und somit das soziale Miteinander stärken - ohne allerdings bestehenden Angeboten Konkurrenz zu machen", betonte Petra Kotterba. So seien allerlei Angebote möglich, die im Caritas-Quartiersstützpunkt stattfinden könnten. Ob Kaffeetreff, Strickrunde, Kartenspielrunde, Krabbelgruppe, gemeinsames Kochen, Themenstammtische - im Endeffekt sei im Caritas-Quartiersstützpunkt alles denkbar. "Ich freue mich, wenn Sie hier mit Ideen oder Angeboten auf mich zukommen oder einfach mal auf einen Kaffee vorbeischauen!".

Durch die Vielzahl der Beispiele, die die Quartiersmanagerin an dem Abend vortrug, entstand im Anschluss ein reger Austausch und Diskussion. Dieser Austausch soll nun vorgesetzt werden und Petra Kotterba lud alle Anwesenden erneut am Dienstag, 21. November, um 18.30 Uhr in den Caritas-Quartiersstützpunkt ein. Hier sollen weitere Ideen zur Ausrichtung der Quartiersarbeit in Creidlitz gesammelt und diskutiert werden. Wer hier gerne dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen. Weitere Informationen im Caritas-Quartiersstützpunkt unter Telefon 09561/5969940.