"Wenn ein Vorstandsmitglied eines Autokonzerns anreist, kommt der nicht mit dem Auto oder einer Propellermaschine", sagt Jens Korn. Nun sind solche Besuche in Coburg kaum mehr möglich. Damit verliert der Flugplatz Brandensteinsebene an Bedeutung.

Es sei für Brose auch keine Lösung, Besucher in Bamberg mit dem Jet landen zu lassen und sie dann über die Autobahn nach Coburg zu bringen. "Es gibt Situationen, da zählt wirklich jede Minute. Zum Beispiel bei Materialtransporten zu Kunden oder in andere Brose-Werke", so Korn.

Chefpilot Christian Vohl fliegt seit 20 Jahren für Brose. Zum letzten Mal lässt er auf der Brandensteinsebene die Turbinen der Cessna hochfahren. Er winkt dem Mechaniker zu und rollt hinüber zur Startbahn. "Das ist für mich auch ein bewegender Moment, mit dem heutigen Tag endet in Coburg die Jet-Ära endgültig." Nach einer letzten Schleife über der Veste steigt der Jet in den Himmel und verschwindet zwischen grauen Wolkenfetzen.