"Wir versuchen, 2017 eine Landesausstellung zu bekommen", sagte Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD) am Freitag.

Konkreter wurde er nicht. Auch, was die Bewerbung fürs Weltkulturerbe angeht, hält sich die Stadt noch bedeckt. Das soll erst mitd en anderen Partnern ausgehandelt werden. Sechs Luther-Stätten in Sachsen-Anhalt zählen bereits seit 1996 als Weltkulturerbe. Doch es sollen mehr werden, und damit die Bewerbung um eine Ausweitung des Welterbe-Status mehr Gewicht erhält, wurden auf Bitten derjeweiligen Bundesländer Coburg und Torgau (Sachsen) aufgenommen.

Von Torgau, dem Sitz der ernestinischen Linie der Wettiner, reiste Luther1530 unter dem Schutz von Kurfürst Johann dem Beständigen nach Coburg. Weiter wagte er sich nicht, denn weiter reichte auch Johanns Herrschaftsgebiet nicht. Luther stand unter Reichsacht und riskierte daher sein Leben, wenn er bis zum Reichstag nach Augsburg reiste. Dort ging es um die Anerkennung der evangelischen Religion. Also musste er die Verhandlungen in Coburg abwarten.

Fast sechs Monate verbrachte Luther in Coburg, meist auf der Veste, aber teilweis wohl auch auf dem Callenberg. Mehrmals predigte er in der Morizkirche. In der Landesbibliothek werden rund 700 Schriften und Druckwerke aus seiner Zeit aufbewahrt, darunter auch etliche von ihm selbst.