Handelsübliche Silvester-Raketen, "Kracher" und "Böller" (früher "Feuerwerksklasse II", jetzt "Kategorie 2") dürfen nur am 31. Dezember sowie am 1. Januar abgebrannt werden. Was viele nicht wissen: Nur Erwachsene dürfen diese Feuerwerkskörper abschießen.

Verboten sind Feuerwerke in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen. Großer Abstand ist außerdem wichtig zu Tierhaltungen, Tankstellen, Scheunen, Ställen und allen leicht entzündlichen Stoffen. Generell verboten bleiben auch an Silvester und Neujahr die "Himmelslaternen", die ihr Brandrisiko unkontrolliert in die Ferne tragen.

Mit Nachdruck warnt das Ordnungsamt vor möglichen Brandgefahren durch Feuerwerk für die vielen historischen Coburger Gebäude wie zum Beispiel die Veste Coburg, Schloss Ehrenburg, Landestheater, Naturkundemuseum, Stadthaus und Rathaus am Markt und das Zeughaus in der Herrngasse. "In deren Umkreis sollte grundsätzlich jedes Feuerwerk unterbleiben", sagt Gerhard Berwind, der Leiter des städtischen Ordnungsamtes.

Erhöhte Brandgefahr

Deutlichere Worte findet da übrigens die Bayerische Schlösserverwaltung: "Rund um die bayerischen Schlösser, Burgen und Residenzen dürfen keine Feuerwerkskörper abgebrannt werden", heißt es in einer Mitteilung klipp und klar. Es bestehe erhöhte Brandgefahr: Raketen, Böller und Funkenflug würden die historischen Gebäude "erheblich gefährden".

Die Schlösserverwaltung appelliert an die Vernunft aller Bürger, die in der Nähe eines Schlosses den Jahreswechsel feiern wollen, und fordert sie auf, sich an das Verbot zu halten.

Auch die gesundheitlichen Risiken für die Feuerwerker selbst dürfen nicht unterschätzt werden, teilt wiederum das Coburger Ordnungsamt mit. Die Palette möglicher Verletzungen reicht von Gehörschäden über verbrannte oder abgerissene Finger bis hin zu schwersten Augenverletzungen. Wer gegen ein Abbrennverbot verstößt, riskiert ein Bußgeld nach dem Sprengstoffgesetz, das im Extremfall bis zu 50.000 Euro betragen kann.