Das Programm am Sonntag, 9. Februar, umfasst Werke von Jiri Jaroch, Bohuslav Martinú und Antonin Dvorák (Beginn: 11 Uhr). Angelehnt an das Tschechische Nonett - eines der ältesten Kammermusikensembles - entführen Musiker des Landestheaters Coburg in ein Programm, das vollständig aus Werken für die Besetzung eines Nonetts besteht und auch Beziehungen zu diesem 1924 gegründeten Ensemble aufweist. Die "Children's Suite for Nonet" von Jiri Jaroch schrieb der Komponist für die Kinder der Ensemblemitglieder des Tschechischen Nonetts.

Tiefe Nostalgie

Das Nonett des zu jener Zeit bereits an Krebs erkrankten Bohuslav Martinu gilt bis heute als sein kammermusikalisches Vermächtnis und wurde anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Tschechischen Nonetts komponiert. Das Werk vermittelt Gefühlswelten - tiefe Nostalgie und unerfüllte Sehnsucht kreiert er durch Wechsel zwischen kraftvollen romantischen und tänzerischen Passagen.

Serenaden gelten in der Spätromantik als Werke, die das Publikum in einer Schwerelosigkeit zwischen Unterhaltungs- und Kunstmusik verharren lassen und einer bewussten Rückwendung zur Wiener Klassik. Die Serenade d-Moll von Antonin Dvorak lässt tschechische Volkstöne gefühlvoll erklingen: die Themen schwanken zwischen urkomischen und sentimentalen Abschnitten. Mitwirkende sind Flöte Angelika Stimer-Ebert (Flöte), Jiyoung Kim (Oboe), Edgar Eichstädter (Klarinette), Thomas Acker (Fagott), Jonathan Baur (Horn), Diana Zohrabyan (Violine), Zhuo Lu (Viola), Renate Kubisch (Violoncello) und Dietmar Engels (Kontrabass). - Tickets im Vorverkauf gibt es in der Tageblatt-Geschäftsstelle.