Der Saarländische Rundfunk sprach von einem gelungenen, gediegenen Opernabend "mit einem tollen Bühnenbild, wunderbarem Gesang und wunderschöner Musik. Die Tschechin Olga Jelinkova in der Titelpartie sei "die geborene Violetta", schwärmt die Premieren-Kritikerin.

Die Saarbrücker Zeitung wiederum lobt in ihrer Premieren-Kritik Olga Jelinkova als Violetta und Angelos Samartzis als Alfredo als Traum, "stimmlich sicher bis in die höchsten Register." Die Neuinszenierung in der Regie und im Bühnenbild von Ben Baur lebe von der Kunst der Reduktion. Er verzichte auf alles, "was nicht der Kernhandlung, dem Drama dieser unglücklichen Liebe, dient."

Diese konsequente Reduktion freilich sei wohl auch der Grund, warum sich in den Premierenbeifall ein paar vereinzelte Buhrufe mischten.

Coburgs Ex-Intendant Bodo Busse hatte vor sieben in seiner zweiten Spielzeit am Landestheater Verdis "La Traviata" übrigens ebenfalls auf das Programm gesetzt - damals in der Inszenierung von Gast-Regisseur Aron Stiehl.