Während die Länder und ihre Bürger mit der Eindämmung von Sars-CoV-2 beschäftigt sind, gibt es immer wieder auch Meldungen von Tierseuchen, die neu aufgetreten sind. So informieren Stadt und Landkreis Coburg in einer Mitteilung über das Landratsamt, dass im Bereich der Stadt Coburg am 3. November bei einem Bienenvolk die Amerikanische Faulbrut der Bienen (AFB) amtlich festgestellt wurde. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, bei der die Streckmaden zu einer kaffeebraunen, fadenziehenden Masse zerfallen. Verdächtig sind einzelne stehengebliebene Zellen (Streichholzprobe) oder eingebrochene dunkel- bis schwarzbraune Schorfe in den Zellen. Die Hauptinfektionsquellen sind verseuchtes Futter (zum Beispiel nicht ausgespülte Honiggläser im Altglascontainer) und Wabenmaterial. Das Landratsamt weist darauf hin, dass die Bienenseuche für Menschen ungefährlich ist.

Bienenstände sind zu melden

Für die Imker bedeutet diese Nachricht jedoch Arbeit. Sie werden gebeten, ihre Völker gründlich zu beobachten und auf einwandfreie Wabenhygiene zu achten. Um eine weitere Verbreitung der Amerikanischen Faulbrut bei Bienen zu verhindern, ist es, soweit noch nicht erfolgt, unbedingt erforderlich, dass alle Besitzer von Bienenvölkern im gesamten Stadt- und Landkreisgebiet von Coburg ihre Bienenstände unter Angabe des Standortes (genaue Standortbeschreibung, Gemarkung, Flurnummer, GPS-Daten etc.) schriftlich beim Landratsamt Coburg, Fachbereich Veterinärwesen, Lauterer Straße 60, 96450 Coburg, oder per E-Mail unter veterinaeramt@landkreis-coburg.de anzeigen. Die hierzu notwendigen Formulare (Ermittlung der Bienenvölker-Zahlen und Vermarktungswege von Honig beziehungsweise aktuelle Tierzahlen) gibt es auf der Homepage des Landkreises Coburg unter dem Link https://www.landkreis-coburg.de/980-0-Veterinaerwesen.html unter "Amerikanischen Faulbrut" zum Herunterladen.