Nimmt man einen Smovey in die Hand und bewegt ihn hin und her, surrt es leise: das Geräusch der Metallkugeln, die im Inneren des Kunststoffrings über die Rillen sausen. "Das ist es, was wir hören wollen", erklärt Daniela Wegner-Laub den Teilnehmern des VHS-Seminars, die die quietschgrünen Ringe neugierig in den Händen wenden. Zwei davon hat sie jedem ausgeteilt. "Die Stahlkugeln laufen über die Ringe und erzeugen eine Vibration, die die Zellen im ganzen Körper aktiviert, Verspannungen löst, die Durchblutung verbessert, den Lymph-Abfluss fördert und bei der Fettverbrennung hilft."

Wie, das wird gleich ausprobiert: "In jede Hand einen Smovey, Handgelenke fest, Schultern locker, ohne Kraft schwingen - eure Arme sind ein Pendel, der Smovey ist die Schwungmasse." Leichter gesagt als getan, das mit dem Lockerlassen. "Ein bisschen Übung braucht man, aber es ist wichtig, es richtig zu machen, damit es Wirkung zeigt", erklärt Daniela Wegner-Laub. Derart schwungvoll könne man nun genauso zu Hause im Wohnzimmer smoven, wie auch in Wald und Flur, erklärt sie. "Beim Spazierengehen verbrennt ihr mit Smovey in der Hand zum Beispiel gleich 200 Kalorien pro Stunde mehr!"


Sie war sofort begeistert

Die gelernte Masseurin und Schmerztherapeutin ist selbst durch einen Bekannten aus der Gesundheitsbranche auf das kleine Fitnessgerät aufmerksam gemacht worden, probierte es aus und war sofort begeistert. Der Smovey hilft nämlich nicht nur bei der Fettverbrennung, erklärt sie: "Die Vibration kann zum Beispiel auch bei Asthma und Bronchialerkrankungen wohltuend und schleimlösend wirken." Wegner-Laub zeigt, wie's geht: den Smovey auf die Brust legen, den Oberkörper nach links und rechts drehen, um den Smovey surren und vibrieren zu lassen. Als Nächstes werden die Arme durch die grünen Ringe gesteckt, die Smoveys bis zu den Schultern hochgeschoben, der Oberkörper wieder rotiert. "So können die Vibrationen die Lymphen im Achsel- und Brustbereich erreichen und den Lymph-Abfluss fördern."

Entwickelt wurde das Schwungringsystem von dem Österreicher Johann Salzwimmer, der als erfolgreicher Tennisspieler und Skifahrer Ende der 90er Jahre an Parkinson erkrankte. Er suchte nach einer Methode, seinen Gesundheitszustand zu stabilisieren, beschäftigte sich weiter mit seinen Tennisschlägern und neuen Einsatzmöglichkeiten für sie, lief schlägerschwingend spazieren, tüftelte herum, trennte die Bespannung heraus, fügte Gartenschläuche mit Kugeln hinzu, und erfand so ein Gerät, dass ihm guttat, und in den gut zehn Jahren, die es mittlerweile auf dem Markt ist, eine wachsende Fangemeinde hat. Darunter auch die Heldritterin Daniela Wegner-Laub, die sich zum Smovey-Coach weitergebildet hat und das kleine Gerät in Vorträgen und Seminaren vorstellt. "Mit dem Smovey kann man nicht nur aktiv trainieren, man kann mit ihm auch massieren", erklärt sie den VHS-Kursteilnehmern, die nun auf einer Bank Platz genommen haben. "Beide Smoveys zusammen in beide Hände nehmen", weist sie sie an, "jetzt wiegend über den Oberschenkel bewegen bis zum Knie und hinauf bis zum Becken." Fühlbar übertragen sich auch hier die Vibrationen - und als Wegner-Laub die Gruppe dann auffordert, nacheinander das massierte und das noch unmassierte Bein zu heben, fühlt sich das massierte tatsächlich leichter an.


"Erstaunlich, was so ein kleines simples Gerät alles kann!"

"Erstaunlich", findet Kursteilnehmerin Christine Freifrau von Knutz, "was so ein kleines simples Gerät alles kann!" Die Weitramsdorferin war im Programm der Volkshochschule auf den Smovey gestoßen. "Ich kannte das zuvor nicht, hab mir aber ein paar Videos auf Youtube angesehen, etwas über den Erfinder gelesen und dachte, das wär doch was für mich!" Christine Dornauer ist positiv überrascht von der Wirkung des Smoveys. "Ich habe Arthrose in der Brustwirbelsäule und Verspannungen - und ich merke jetzt schon, nach dieser kurzen Übungseinheit, wie mir das guttut." Der Smovey tut gut. Zum Abschluss des Seminars gibt es deshalb eine Partnermassage.