Tobias Hopf, 21-jähriger Industriekaufmann aus Coburg, hatte einen ganz besonderen Grund am Samstagabend die Benefiz-Modenschau in Neustadt zu besuchen: "Meine Freundin ist mit auf dem Laufsteg zu sehen". Das wollte sich der junge Mann natürlich nicht entgehen lassen. Es war zwar schon die sechste Show dieser Art, wieder von Elke Protzmann organisiert und moderiert, aber Hopf war zum ersten Mal dabei.

"Das hat mir bisher gut gefallen", freute er sich in der Pause. Tolle Mode habe er gesehen und ein nettes Publikum erlebt. "Total gut fand ich die Vorstellung der Calypso-Mode! Die hatte Pepp, kam sehr sympathisch rüber. Es wirkte alles sehr natürlich und sprach mich mehr an, als das sonst übliche, steife Herumlaufen", sagte der Coburger.

Freilich, auch an den anderen Auftritten, egal ob nun schicke Haarfrisuren gezeigt wurden, oder elegante und sportliche Kleidung für die Dame oder den Herren, passend zur Herbst- und Winterzeit, gab es nichts auszusetzen. Wie gewohnt führte Elke Protzmann sicher durch das Programm, flocht in die Moderation auch mal einen Scherz ein, oder zeigte mehr nebenbei auch ihre Schuhe: "Die sind ganz neu. Habe ich heute erst gekauft."
Selbstverständlich erinnerte die CSU-Stadt-, Kreis- und Bezirksrätin auch an den Hintergrund der Benefiz-Veranstaltung: "Wir unterstützen damit zwei Einrichtungen. Einerseits die Neustadter Tschernobyl-Kinderhilfe, deren Vorsitzender, Dieter Wolf, übrigens heute Geburtstag hat, und anderseits die Stiftung für krebskranke Kinder Coburg, mit der wir es hier ja auch zu tun haben."

Selbst entworfene T-Shirts


Ein Bonbon des Abends war ganz bestimmt der Auftritt der Kinder der ASJ, also der Kinder- und Jugendgruppe des Arbeiter-Samariter-Bundes. Selbst kreierte Shirts stellten die Mädchen und Buben bei ihrem "Spaziergang" über den Laufsteg vor. Und Protzmann machte Werbung für die Gruppe um Leiterin Nadine Jacob: "Die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) ist offen für alle jungen Menschen, und an deren Bedürfnissen und Interessen orientiert. Gefördert werden soziales Engagement, Solidarität, und Toleranz. Natürlich haben die Kids auch viel Gelegenheit zu Spiel und Spaß bei ihren Treffen." Eine Modenschau glänzt natürlich vor allem mit der vorgeführten Kleidung und den darin steckenden Mannequins und Dressmen. Das war auch in der Mehrzweckhalle der Schule "An der Heubischer Straße" so.

Dazu kam, dass alle vorgeführten Stücke aus dem Angebot örtlicher Modehäuser stammten. Vor dem Wechsel einer Kollektion zeigten zwei Damen jeweils den Namen des folgenden Anbieters an, so dass alle Besucher sich schon mal für einen Einkaufsbummel in der kommenden Woche ein Ziel aussuchen konnten.

Daniel Förster (12), Kira Schmidt (8) und Lena Kolb (8) sind drei der ASJ-Kinder, die mit ihrer Gruppe die tollen Shirts präsentierten. "Ich war zum ersten Mal auf einem Laufsteg und bei einer Modenschau. Das war sehr schön", strahlte Daniel. Kira stand als kleines Kind schon mal auf dem Laufsteg. "Vielleicht werde ich ja irgendwann Mannequin? Wir haben ganz viel für den Auftritt geübt. Zu Hause habe ich sogar vor dem Spiegel geprobt", erzählt das Mädchen. Lena stand ganz neu im Licht der Scheinwerfer. Allerdings gab sie gerne zu, dass eine Gruppenstunde der ASJ deutlich besser gefällt: "Trotzdem war die Show ganz toll. Und witzig war, wie der eine Mann die Hose fallen ließ." Ein Mann, der die Hose fallen ließ? Ach ja, da war der etwas ältere Dressman, der die Sporthose auszog, damit die Gäste die wunderschöne Badehose bewundern konnten. mgi