Trotz der in den vergangenen Wochen schwierigen Witterung hat das Staatliche Bauamt Bamberg zwei große Baustellen im Landkreis Coburg pünktlich vor der Weihnachtspause abgeschlossen. Ab dem Freitag, 17. Dezember, kann der Verkehr vor dem Hattersdorfer Tor in Seßlach und auf der Bundesstraße 4 im Itzgrund wieder ohne Behinderungen rollen.

In Kaltenbrunn haben die Gemeinde und das Staatliche Bauamt in einer Gemeinschaftsmaßnahme die Brücke der B4 über die Freiberger Straße erneuert. Mit dem Ersatzbau für die marode Brücke wurde auch die Situation in der Freiberger Straße (der Zufahrt zum Neubaugebiet Kapellenfeld) verbessert. Um dort mehr Platz zu schaffen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wurde das neue Bauwerk seit Juli mit vergrößerter lichter Weite errichtet.

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Nicht nur die Bundesstraße wird morgen für den Verkehr wieder freigegeben, auch der innerörtliche Verkehr kann während der Winterpause über die provisorisch wiederhergestellte Freiberger Straße Richtung Neubaugebiet fahren. Die während der Bauphase errichtete provisorische Kreuzung der B4 mit der Rathausstraße wird hingegen während der Winterpause wieder dicht gemacht.

Die Kosten für die neue Brücke und die Verlegung der Freiberger Straße belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro. Nach Angaben von Sabrina Hörl, der Referentin für Öffentlichkeitsarbeit am Staatlichen Bauamt, werden die Restarbeiten nach der Winterpause bis voraussichtlich Mai 2022 abgewickelt.

Ab Frühjahr wird in der letzten Bauphase die Freiberger Straße mit verbesserter Linienführung, Verbreiterung und Anbau eines Gehwegs unter Vollsperrung ausgebaut. Dabei wird auch der von der Freiberger Höhe kommende Graben verrohrt . Dies geschieht zur Erhöhung des Hochwasserschutzes mit einem größerem Querschnitt der Kanalleitungen als bislang. Mit der Oberbauerneuerung für die Fahrbahn der der Bundesstraße 4 zwischen den beiden Einmündungen Kaltenbrunn-Nord (Staatsstraße 2204 Richtung Seßlach) und Kaltenbrunn-Süd (Staatsstraße 2278 Richtung Untermerzbach) wird das Gesamtprojekt im Frühsommer 2022 abgeschlossen.

Jetzt geht's rund in Seßlach

Gleich drei Dienststellen waren in Seßlach an der Neugestaltung der Kreuzung vor dem Hattersdorfer Tor beteiligt: neben dem Staatlichen Bauamt Bamberg auch der Landkreis Coburg und die Stadt Seßlach. Dort wurde seit Ende März 2021 die Kreuzung zu einem "Mini-Kreisverkehrsplatz" mit einem Außendurchmesser von 22 Metern und überfahrbarer Mittelinsel umgebaut. Dazu schreibt Sabrina Hörl: "Durch den Kreuzungsumbau wird eine wesentliche Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Verkehrsverhältnisse erreicht." So wurden alle Ver- und Entsorgungsleitungen im Kreuzungsbereich umgelegt oder erneuert sowie zwei Keller baulich gesichert.

Die Straßenbauarbeiten können bis auf Restarbeiten vor der Winterpause soweit abgeschlossen werden, so dass der Mini-Kreisverkehrsplatz am Freitag, 17. Dezember, für den Verkehr freigegeben werden kann. Danach wird sowohl die großräumige Umleitung für den überörtlichen Verkehr als auch die innerörtliche Umleitung aufgehoben. red/bk