Der Coburger Weihnachtsmarkt kann trotz der geplanten Sicherheitsmaßnahmen und verringertem Umfang nicht stattfinden. "Wir haben alle Möglichkeiten geprüft, den beliebten Weihnachtsmarkt auf unserem Marktplatz noch stattfinden zu lassen. Aber die seit Mittwoch geltende 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung lässt uns keinen Spielraum", fasst Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) das Ergebnis einer verwaltungsinternen Entscheidungsrunde am Mittwochnachmittag zusammen. "Das Ergebnis bedauere ich sehr. Viele Coburgerinnen und Coburger haben sich auf den Markt gefreut." Auch die "Winterzaubernacht" am Samstag muss entfallen.

Im Hinblick auf die Händler des Marktes fügt der OB an: "Ich finde es sehr schade, dass es keine wirklich umsetzbare Alternative gibt und ich weiß, dass es vor allem für die Schausteller, die bereits Waren eingekauft haben, eine wirklich schlimme Nachricht ist. Wir werden uns von Seiten der Stadt, sicher auch im Schulterschluss mit den kommunalen Spitzenverbänden und den Bayerischen Kolleginnen und Kollegen, dafür einsetzen, dass Ausgleichszahlungen und Hilfen von Bund und Freistaat jetzt schnell und möglichst unbürokratisch beantragt und ausgezahlt werden. Ein Schaustellersterben in der Region gilt es auf jeden Fall zu vermeiden", betont der Oberbürgermeister laut einer Mitteilung der Stadt Coburg.

"Wir suchen zudem nach Lösungen, um den Händlern den Verkauf der Saisonwaren, wie etwa Christbaumschmuck oder Winterartikel, zu ermöglichen. Ich lasse deshalb gerade prüfen, wo und in welchem Umfang eine temporäre Nutzung von leerstehenden Einzelhandelsflächen nach dem Vorbild der Pop-Up-Stores möglich ist. Auch ein Verkauf von Waren über einen Online-Store wird geprüft", so Sauerteig. Ob und wo eine solche Lösung grundsätzlich machbar ist, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Eine Abfrage unter den Händlern des Weihnachtsmarktes, ob sie ein solches Angebot annehmen würden, läuft bereits.

Daneben bedeutet die Absage des traditionellen Weihnachtsmarkts auch das Aus für die beliebte "Winterzaubernacht" in der Coburger Innenstadt, bei der die Einzelhändler am Eröffnungstag ihre Geschäfte bis in die Nacht geöffnet haben. Die Genehmigung der langen Einkaufsnacht ist ursächlich an den Weihnachtsmarkt gekoppelt.