Im Februar vergangenen Jahres war die saisonale Arbeitslosigkeit bereits im Februar weitgehend abgebaut, in diesem Jahr ist das nicht gelungen. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit dennoch um knapp neun Prozent. Der positive Trend setzt sich also fort, wenn auch mit schwächerer Dynamik. Zudem signalisiert der schwächer werdende Zugang an offenen Stellen, dass die positive Entwicklung sich abschwächt.

Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen umfasst die Unterbeschäftigung im Agenturbezirk weitere 2484 Personen, die sich beispielsweise in Weiterbildungen oder Altersteilzeit befinden. Die Unterbeschäftigung ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 14,1 Prozent gesunken. Dieser Rückgang ist sogar deutlich höher als der Abbau der Arbeitslosigkeit.

Die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II (Hartz IV/zuständig sind die Jobcenter) ist ebenfalls im Vergleich zum Vormonat gestiegen, jedoch etwas geringer als im SGB-III-Bereich. Im Agenturbezirk waren im Februar 3459 Personen bei den Jobcentern arbeitslos gemeldet, 104 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosigkeit sank in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahresmonat um gut 13 Prozent, während im SGB-III-Bereich die Abnahme rund 4,5 Prozent betrug.


Weniger offene Stellen als noch 2011



Im Februar meldeten die Unternehmen der Region 542 neue offene Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Der Rückgang um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutet wohl auf eine Abschwächung der konjunkturellen Dynamik in unserer Region hin.

Nach wie vor gibt es aber einen ungebrochen hohen Bedarf an Pflegefachkräften. Die Zeitarbeitsbranche sucht weiterhin Fachkräfte aller Art. Die Nachfrage nach Mitarbeitern für an- und ungelernte Tätigkeiten ist momentan dagegen verhalten.

Die Zahl an gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen ist mit 1654 zwar noch immer um gut 17 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Januar betrug dieser Abstand aber noch 50 Prozent. Offensichtlich ist der Höhepunkt der Arbeitskräftenachfrage überschritten.

Der Landkreis Coburg weist mit 4,7 Prozent die geringste Arbeitslosenquote der Region auf. Für den Landkreis Kronach errechnet sich in diesem Monat eine Quote von 5,0 Prozent. Der Landkreis Lichtenfels weist eine Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent auf. In der Stadt Coburg beträgt die Arbeitslosenquote in diesem Monat 6,5 Prozent.