Nachdem 2014 das Fundament erneuert worden ist, soll nun der Oberbau in Angriff genommen werden, gab Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) bekannt. Vorgesehen ist auch beidseitig Grünanlagen anzulegen, das Umfeld zu gestalten sowie einen Rastplatz mit Sitzgruppe und Pavillon zu errichten. Auch eine Hinweistafel soll aufgestellt werden.

"Die bei drei Körperschaften beantragten Zuwendungen werden sich voraussichtlich auf etwa 30.000 Euro belaufen. Trotzdem zeichnen sich überplanmäßige Ausgaben ab", gab Rosenbauer bekannt. Daher waren sich die Räte einig, den Pavillon vorläufig wegzulassen, um rund 30.000 Euro zu sparen. Diese Unterstell- und Rastmöglichkeit für Wanderer, Inliner und Radfahrer könne ja, sofern Mittel vorhanden sind, auch noch im nächsten Jahr errichtet werden.
Der Gemeinderat vergab die Arbeiten mit Sandsteinen aus gebrauchtem, farblich angepasstem Material für 88.000 Euro an ein Seßlacher Unternehmen. Den Auftrag für den Stahlbau erhielt eine Großheirather Firma für 7800 Euro.

Die Umgestaltung des Schern ecker Friedhofs wurde nach den Plänen des Ingenieurbüros Kittner & Weber sowie der Empfehlung des Ausschusses für Infrastruktur, Bauen und Umwelt beschlossen. Verwendet wird das Betonsteinpflaster Vario 16 "Castillo" (gerumpelt) in "Untersiemau-Gelb". Durch die Verlegung im wilden Verband werden die Wege etwas schmaler, der Hauptweg wird statt zwei Metern nur noch 1,92 Meter, die Nebenwege werden statt 1,50 Meter nur noch 1,36 Meter breit. Dazu kommt jeweils die Randeinfassung.

Kosten sind höher als geschätzt

Da die Gesamtkosten sich auf rund 103.000 Euro belaufen, überschreiten sie die Kostenschätzung um 18.000 Euro. Deshalb schlug der Bürgermeister vor, die Renovierung des Grüngut-Sammelplatzes auf 2016 zu verschieben. Doch alle Fraktionen waren sich einig, dass man die Maßnahmen in einem Zug durchziehen solle. "Diese überplanmäßigen Ausgaben können wir uns leisten!", war die übereinstimmende Meinung.

Die Sanierungsart der Kanäle im Bereich der Zubringerleitungen zum Pumpwerk Stöppach-Haarth zu den Regenüberlauf-Bauwerken wurde zum Teil geändert. Wie in der Juni-Sitzung beschlossen, blieb es zwar bei der Quick-Lock-Manschetten-Sanierung vor dem Überlaufbecken. Doch die 112 Meter danach, beschlossen die Räte, sollen mittels Inliner-Technik mit ungesättigtem Polyesterharz auf Vordermann gebracht werden. Diese Sanierungs-Methode soll angeblich eine Haltbarkeit von 40 bis 45 Jahren aufweisen. Gesamtkosten der Maßnahmen: gut 43.000 Euro.

Vom Mühlbach darf etwas abgezweigt werden

Die Besitzer des Unteren Schlosses wollen einen Nebenarm vom Mühlbach durch den Schlosspark und wieder in den Mühlbach abzweigen. Dadurch soll der Park mit diversen Pflanzungen rund um den Wasserlauf verschönert werden. Von Seiten des Gemeinderats bestehen keine Einwände.

Das Jahresrechnungsergebnis stellte Geschäftsleiter Rolf Reisenweber in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag vor. Die Einnahmenseite des Vermögenshaushaltes wurde vor allem durch die Zuführung vom Verwaltungshaushalt von 908.000 Euro, Veräußerungen von Grundstücken im Wert von 163.000 Euro, Beiträge und Entgelte in Höhe von 294.000 Euro sowie Schlüsselzuweisungen in Höhe von 322.000 Euro geprägt.
Die Gewerbesteuer-Einnahmen übertrafen mit 1,6 Millionen Euro die Erwartungen. Sie bedeuten eine Mehreinnahme gegenüber dem Haushaltsansatz von 360.000 Euro. Auch der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer fiel um 175.000 Euro höher aus als der Ansatz. Daraus resultiert der hohe Zuführungsbetrag zum Vermögenshaushalt.

Großinvestitionen können wie geplant umgesetzt werden

Von den im Haushalt vorgesehenen Krediten in Höhe von 970.000 Euro mussten nur 500.000 Euro neu aufgenommen werden. Der Ausblick auf die kommenden Haushaltsjahre gestalte sich wegen des gesunden Fundaments aus dem Jahr 2013 durchweg positiv, sagte Reisenweber. Die geplanten Großinvestitionen können seiner Meinung nach wie vorgesehen weiter geplant und umgesetzt werden, ohne die Gemeinde über ihre finanzielle Leitungsfähigkeit dauerhaft zu belasten. Der Rechenschaftsbericht wurde an den Prüfungsausschuss weitergeleitet.

Einnahmen fließen

Nach längerer Auszeit ist Kämmerin Ivonne Scholz seit Februar wieder im Amt. Sie stellte dem Gemeinderat den Halbjahresbericht des Haushalts 2015 vor. Zum Stichtag 25. Juli seien bereits 75 Prozent der geplanten Einnahmen im Verwaltungshaushalt eingegangen. Die Ausgabemittel seien dagegen erst zu 32 Prozent genutzt worden. Die größten Einnahmen im Vermögenshaushalt resultierten bisher aus dem Verkauf von Grundstücken einschließlich Erschließungskosten. In diesem Bereich seien die Ausgaben erst zu 22 Prozent genutzt worden.
Der Finanzplan sieht laut Scholz in den Jahren 2016 bis 2018 folgende Ausgabenschwerpunkte vor: Beschlossen worden sind für 2016 der Breitband-Ausbau, im Jahr 2017 die Ortsdurchfahrt Untersiemau mit Kanalsanierung in der Kreisstraße CO 28 und 2018 die Gemeindeverbindungsstraße von Obersiemau nach Birkach, die Ortsdurchfahrt Obersiemau sowie der Geh- und Radweg Meschenbach-Stöppach.

Es gibt einen Kreis von Bürgern, die Flüchtlingen helfen

Seit geraumer Zeit werden im Gemeindeteil Weißenbrunn am Forst sowie in Untersiemau Flüchtlinge betreut. Dafür habe sich, stellte Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) zum Abschluss der Sitzung erfreut fest, eine Gruppe von Gemeindebürgern gebildet, die als Helfer in allen Lebenslagen fungieren.