Coburg — "Wegen Überfüllung vorübergehend geschlossen" - ein eilig aufgehängtes Plakat begrüßt die verspäteten Gästen beim Geburtstagskonzert der "Original Prinz Albert Blasmusik" (OPA). Zwei Jahre ist dieser ungewöhnliche Klangkörper gerade mal alt und hat doch schon eine großes Schar an treuen Fans um sich geschart.
Die österliche Session im "Münchner Hofbräu" gerät jedenfalls mit ihrem kaum zu bändigenden Besucherandrang zum schönsten Geburtstagsgeschenk. OPA - dieses Kürzel ist für Fans dieser ganz speziellen Blaskapelle längst zum Gütesiegel geworden. Wer OPA-Auftritte besucht, weiß inzwischen, was ihn erwartet - eine gänzlich ungeniert bunte musikalische Mischung.
Bierzelthits zum Mitschunkeln und Mitsingen, bisweilen in ungewöhnlichen Arrangements, in jedem Fall aber mit ungebremster Musizierfreude intoniert.
Wolfgang Petry oder die Spider Murphy Gang - die Mitglieder der "Original Prinz Albert Blasmusik" kennen keinerlei Berührungsängste. Persiflage oder einfach nur stimmungsvolle Huldigung an weißblaue Wiesn-Seligkeit - die Grenzen sind fließend bei den "OPA"-Auftritten.
Ehemaliger Albertiner aus zehn Jahrgängen treffen sich in dieser Blaskapelle der besonderen Art. Bei Bedarf greift dann sogar das eine oder andere ältere Semester unterstützend auch zur Tuba - sinnfälliger Beleg dafür, wie die Kraft der Musik über Altersgrenzen hinweg Zusammenhalt stiftet.
Dass viele der ehemaligen Albertiner, seit sie das musische Gymnasium verlassen haben, weit verstreut in ganz Deutschland studieren, arbeiten und leben, hält sich nicht vom Musizieren ab - via Facebook lassen sich die raren Probentermine ganz bequem koordinieren. Auch beim Thema Werbung geht dieses Blasorchester eigene Wege. Für diesen Auftritt gab's gar einen eigens angefertigten witzigen Video-Clip unter dem Motto "Gehn Sie auf keinen Fall hin!!!"
Sogar Coburgs Zweiten Bürgermeister Norbert Tessmer hatte die Schar um OPA-Initiator Christian Limpert für die Mitwirkung an diesem Spot gewonnen. O-Ton Tessmer: "Ostern soll ein Anschlag auf das Coburger Kulturleben stattfinden." J.B.

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