Münzen, Zeitungen, Visitenkarten und Broschüren der beteiligten Partner sind im Grundstein der neuen Service-Wohnanlage am Max-Böhme-Ring enthalten. Am Freitag haben Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD), Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU, Bauen) und Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD, Soziales) sowie die Geschäftsführerin Gisela Raab der gleichnamigen Ebensfelder Baufirma und Hans-Joachim Lieb, Vorsitzender des Arbeiter-Samariter Bundes Coburg (ASB), die geräumige Metallhülse in einem Betonbauteil eingemauert. Nach dem "Wohnpark Am Hahnfluss", ist dies innerhalb von fünf Jahren die zweite Service-Wohnanlage, die der ASB und die Baufirma zusammen verwirklichen.
In den nächsten Monaten entstehen am Max-Böhme-Ring auf der Bertelsdorfer Höhe insgesamt 85 seniorengerechte, barrierefreie Wohnungen. Zu den Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen gibt es mehr als 60 extrabreite Stellplätze in einer Tiefgarage. Der Arbeiter-Samariter-Bund und die Raab Baugesellschaft aus dem südlichen Landkreis Lichtenfels haben diese Wohnform für Senioren unter dem Motto "in den den eigenen vier Wänden selbstbestimmt, sicher und geborgen wohnen und jederzeit bei Bedarf Unterstützung erhalten", entwickelt. Die große Nachfrage nach diesen Eigentumswohnungen bestätigt das Konzept.
Die Gebäude sind barrierefrei. Im Haus wird es ein großes Kultur-, Sport- und Freizeitangebot igeben. Je nach Wunsch stehen Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes für die Betreuung zur Verfügung. Das reicht vom Reinigungs-, Menü- und Wäscheservice bis hin zur Hausmeisterbetreuung der Wohnanlage und Fahrdienst. Der ASB wird ein eigenes Servicebüro in einem der Gebäude unterhalten. Die Wohnungen selbst sind zwischen 90 und 50 Quadratmeter groß.
Oberbürgermeister Norbert Tessmer hob bei der Grundsteinlegung die "guten regionalen Entwicklungskonzepte der Stadt Coburg zur Unterstützung von Senioren" hervor. Das Modell sei weit über die Region hinaus bekannt. Das Quartier am Max-Böhme-Ring bezeichnete er als "vorbildlich".
Für den Regionalverband Coburg des ASB erklärte dessen Vorsitzender Hans-Joachim Lieb, dass ihn die Bewohner der Wohnanlage in Cortendorf, dem Pilotprojekt, oft ansprächen, wie wohl sie sich fühlten. "Es wohnt sich hier, als wenn ich im Urlaub wäre."
Gisela Raab, Geschäftsführerin der Raab Baugesellschaft, würdigte die gute Zusammenarbeit und Unterstützung aller Beteiligten. "Es ist auch eine Ehre, dass der Oberbürgermeister und die beiden Bürgermeister anwesend sind." Auf der Bertelsdorfer Höhe leben bald Jung und Alt, Gesunde und Behinderte zusammen, sagte sie Es gebe Kindertagesstätten, Wohnungen für Senioren, ein Altersheim, aber auch Arztpraxen und in Kürze einen Nahversorgermarkt, ein Café, Fitnessstudio und einen Getränkemarkt. Im Sommer nächsten Jahres soll auch das sogenannte "Flexi Wohnen" am Max-Böhme-Ring fertiggestellt sein, ebenfalls ein Projekt der Firma Raab. Dieses Gebäude umfasst 88 möblierte Appartements zum Kurzzeitwohnen, für Pendler Studenten oder Auszubildende.