"Wir ermitteln in alle Richtungen", hatte Beate Weiß, Pressesprecherin der Polizeidirektion Oberfranken, noch am Sonntagnachmittag gesagt. Weder technisches noch menschliches Versagen sei ausgeschlossen. An dieser Sachlage hat sich wenig geändert. Klar ist lediglich inzwischen, dass keiner der vier Menschen im Flugzeug fluguntauglich war.

Das hat die Obduktion der Leichen ergeben, die am Montag und Dienstag in Erlangen erfolgte. Die Pathologen kamen außerdem zu dem Ergebnis, dass der 28-jährige männliche Passagier sofort tot war. Die drei anderen starben unmittelbar nach dem Absturz, weil die Maschine sofort in Flammen aufging. "Den genauen zeitlichen Ablauf kann niemand sagen", erläutert Oberstaatsanwältin Ursula Haderlein. Es sei aber mit ziemlicher Sicherheit davon auszugehen, dass alle Verunglückten schon durch den Absturz bewusstlos waren.

Die Obduktion sei eine Routineangelegenheit, betont die Oberstaatsanwältin, die am Sonntag Jourdienst hatte und die Ermittlungen leitet. Inzwischen sind die Leichen freigegeben. Die Angehörigen wurden als erste über das Ergebnis der Obduktion informiert.

Auch die übrigen Ermittlungen lassen derzeit kaum Rückschlüsse zu, was zu dem Absturz der einmotorigen Piper am Sonntagmorgen kurz nach 6 Uhr am Rennberg führte. "Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass irgendetwas nicht in Ordnung war oder es Probleme gab", fasst Haderlein die bisherigen Ermittlungsergebnisse zusammen.

Wer fliegt, muss das Flugzeug vorher rundum auf seinen Zustand überprüfen; die Passagiere werden eingewiesen, und der Flugplatzbetreiber - hier die Flugtechnische Arbeitsgemeinschaft Steinrücken - muss eine sachkundige Person stellen, die Hilfe holen kann, falls es bei Start oder Landung Probleme gibt. Ob er startet oder nicht, liegt bei Verkehrs- und Sonderflugplätzen allein im Ermessen des Piloten.