Ein Lkw-Gespann auf der A73 bei Ebersdorf bei Coburg weckte am Montag um 17 Uhr das Interesse der Schwerlastspezialisten der Verkehrspolizei Coburg.

Das Gespann mit Regensburger Zulassung hatte auf der Ladefläche des 7,5-Tonners einen beachtlichen, neuwertigen landwirtschaftlichen Anhänger geladen. Bereits bei der äußeren Begutachtung des Gespanns mussten die Beamten feststellen, dass zwei der vier Bremsscheiben des Lastwagens gerissen sind und die Bremsanlage des Anhängers mittels eines Kabelbinders funktionsuntüchtig gemacht wurde.

Polizeikontrolle auf A73: Ein Gespann, zwei Insassen, viele Verstöße

Hier war schon klar, dass dieses Gespann so keinen Meter weiter bewegt werden darf. Bei der Überprüfung des deutschen Fahrers und des Beifahrers stellte sich heraus, dass beide nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis sind. Die mitgeführten Diagrammscheiben zeigten, dass der Beifahrer ebenfalls am Lenkrad gesessen hatte. Wie sich weiter herausstellte, besitzen die beiden nicht die erforderliche Berufskraftfahrerqualifikation, welche im gewerblichen Güterverkehr schon seit langem Pflicht ist. Zudem führten beide ihre Fahrtenaufzeichnungen nicht richtig oder teilweise gar nicht. Auch das eingebaute Mautgerät zur Datenübermittlung an die digitalen Mautstationen wurde falsch eingestellt.

Aber dem nicht genug: Es stellte sich heraus, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Vor dem Transport zur Blutentnahme ins Krankenhaus fanden die Beamten bei ihm noch einen Joint, eine geringe Menge Marihuana, ein Einhandmesser und eine Steinschleuder.

Zu guter Letzt konnte noch ermittelt werden, dass es sich bei der Fahrt der beiden um Schwarzarbeit handelt, berichtet die Verkehrspolizei. Gegen die Männer wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Viel wird ihnen zur Last gelegt, zum Beispiel Fahren ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinwirkung, Fälschung technischer Aufzeichnungen, Verstöße gegen das Waffen-, Maut- und Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz.