Vor acht Jahren feierte der Coburger Wintermarathon seine Premiere. Damals waren es gerade mal 30 Teilnehmer, die sich auf die Strecke rund um die Vestestadt machten. Als Versorgungsfahrzeug diente der private Bus des Veranstalters, der die Läuferinnen und Läufer auf der Strecke begleitete.
Heute sind es mehr als 180, die sich angemeldet haben. "Wir könnten noch mehr haben", so Jürgen Lesch vom TV 1904 Coburg-Lützelbuch. Dem Veranstalter ist es aber wichtig, den Wintermarathon als kleine und überschaubare Veranstaltung mit familiärem Charakter zu bewahren.
Nachdem die Online-Anmeldung für den beliebten Trainingslauf Anfang Oktober eröffnet worden war, dauerte es nur wenige Wochen bis das Teilnehmerlimit von 150 Startern erreicht war. Auch die Warteliste füllte sich schnell, sodass sich das Organisationsteam entschloss die Grenze anzuheben.
In der Spitze waren es dann über 180 Anmeldungen.
Mittlerweile kamen zwar schon einige - vor allem krankheitsbedingte - Absagen, aber dies ist völlig normal, da für den Lauf keine vorher zu entrichtende Meldegebühr erhoben wird.
Die Teilnehmer werden gebeten, eine Spende zu geben und sie tun das gerne, da sie wissen, dass sie bei dem als Trainingslauf konzipierten Marathon optimal versorgt und betreut werden. Die Veranstalter folgen diesem Prinzip seit der Premierenveranstaltung und wollen dies auch zukünftig beibehalten.
Als Strecke dient wie jedes Jahr die permanent ausgeschilderte Strecke des "Coburg Marathon" ausgehend von Lützelbuch über Creidlitz, Wüstenahorn, Scheuerfeld dann durch den Callenberger Forst, anschließend nach Beiersdorf und Neusses zurück in die Stadt.
Über den Schlossplatz und Veste geht's dann wieder nach Lützelbuch. Hier muss man sich dann an der Rolf-Forkel-Halle entscheiden, ob man aussteigt oder sich noch an die letzten neun Kilometer durch den Coburger Forst sowie die Stadteile Rögen und Neershof wagt.
"Wir haben treue Stammgäste, die sich jedes Jahr wieder Anfang Januar in Lützelbuch treffen", so Thomas Schmidtkonz vom Team Bittel, dem Co-Veranstalter. Unter ihnen auch wieder einige Transeuropaläufer. Robert Wimmer und Wolfgang Böss beendeten die 2012er Auflage des Laufes von Skagen in Dänemark nach Gibraltar über 4175 kilometer innerhalb von 64 Tagen als Zweiter und Achter der Gesamtwertung.
Der Lauf ist kein Wettkampf, sondern als Trainingslauf konzipiert. So kann jeder für sich entscheiden, ob der Lauf für ihn nach 21, 27, 33 oder erst nach der vollen Distanz beendet sein soll. Mit dem Shuttleservice werden die Aussteiger nach Lützelbuch zurückgebracht.
Auch über die Region hinaus hat sich dies herumgesprochen, sodass auch dieses Jahr wieder Teilnehmer aus dem Raum Nürnberg, München, Berlin und sogar aus Schleswig-Holstein erwartet werden.