Für 74 Schüler der Mittelschule "Am Moos" in Neustadt stand eine nicht zu unterschätzende Hürde auf ihrem Weg ins Berufsleben: Die Prüfungen zum qualifizierenden Mittelschulabschluss. Alle 74 stellten sich der Herausforderung. Für die erfolgreichen Schüler der Klasse 9aG und 9eCn war es am Freitag dann soweit. Sie konnten die begehrten Zeugnisse in Empfang nehmen. Für die Schüler der 9M1 und 9M2, die sich im sogenannten M-Zweig befinden, der mit der Mittleren Reife abschließt, heißt es, noch ein Jahr zu warten, bis man die Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen darf.

Recht zufrieden zeigte sich Schulleiterin Heike Stegner-Kleinknecht mit der Erfolgsquote. Von den 74 Prüfungsteilnehmern haben 86 Prozent das Ziel erreicht. Besonders hob die Rektorin hervor, dass alle 18 Schüler der 9eCN (extra Chance nutzen), die im vergangenen Jahr den "Quali" aus unterschiedlichen Gründen nicht erreicht hatten, ihre zweite Chance nutzten und erfolgreich durch die Prüfungen gegangen sind. Insgesamt gesehen habe der diesjährige Jahrgang besser als der letztjährige abgeschlossen, was Heike Stegner-Kleinknecht mit den Worten kommentierte: "Wir sind sehr stolz auf euch." An die erfolgreichen Absolventen gewandt, meinte sie weiter: "Ich hoffe, ihr habt erfahren, dass sich Anstrengung lohnt, dass man dran bleiben muss, wenn man etwas erreichen will. Wenn ihr das gelernt habt, nehmt ihr noch etwas Wichtigeres mit für euer Leben als den Schulabschluss."

Zweite Bürgermeisterin Elke Protzmann zeichnete die Schulbesten Alex Müller (Notendurchschnitt 1,6) und Jannik-Noah Knauer (1,8) mit dem Preis der Klisch-Stiftung aus. Sie sprach den erfolgreichen Schülern die Glückwünsche der Stadt aus. Elke Protzmann: "Wer den Quali besitzt, hat wesentlich bessere Berufsaussichten und Chancen auf dem Arbeitsmarkt." Im Raum Coburg seien derzeit noch über 500 Ausbildungsstellen unbesetzt. Mit Buchprämien wurden weitere Absolventen mit einem guten Notendurchschnitt ausgezeichnet. Elternbeiratsvorsitzender Tino Dressel meinte: "Es wird Rückschläge geben, dazu muss man stehen und an Fehlern kann man wachsen." "Es war keine leichte Zeit", stellten Svenja Fischer und Aaron Paulus im Namen der Schüler fest, fügten aber sofort hinzu: "Vieles hat Spaß gemacht."

Damit die Absolventen nicht ohne Gottes Segen ihren weiteren Weg beschreiten müssen, übernahmen Religionspädagoge Degenhard Montag und Pfarrer Jörg Herrmann den spirituellen Part der Entlassfeier. Für die musikalische Auflockerung zeichnete die Schulband unter Leitung von Matthias Dietz sowie Martin Fichtmüller am Keyboard verantwortlich. Rebhan