In diesem Jahr soll in Coburg wieder ein Weihnachtsmarkt stattfinden - darin waren sich am Donnerstag (21. Oktober 2021) im Stadtrat alle einig. Doch welche Rahmenbedingungen sollen gelten?

Die bayerische Staatsregierung hat zwar erklärt, dass ab einem Inzidenzwert von 35 die sogeannte "3G"-Regel ausreichend ist. Doch damit verbunden wäre dann auch noch ein Sicherheits- und Hygienekonzept. Sprich: 1,50 Meter Abstand. Und wo das nicht möglich ist: Maskenpflicht.

Mit nur einer Gegenstimme: Stadtrat stimmt für "3G plus" auf Coburger Weihnachtsmarkt

Der Coburger Stadtrat hat am Donnerstag bei nur einer Gegenstimme von Alper Hasirci (fraktionslos) beschlossen, freiwillig die Regelung "3G plus" anzuwenden. Das heißt: Wer auf das (eingezäunte) Gelände des Weihnachtsmarkts möchte, muss entweder geimpft oder genesen sein - oder einen PCR-Test vorlegen, der nicht älter ist als 48 Stunden. Bei "3G" wäre ein herkömmlicher Schnelltest ausreichend.

Bedeutet: "3G plus" ist mit zusätzlichem Aufwand verbunden - bringt aber auch einige praktische Vorteile mit sich. Allen voran muss dann weder Abstand gehalten noch eine Maske getragen werden.

Der Stadt Coburg (beziehungsweise "Coburg Marketing" als Veranstalter) entstehen bei "3G plus" Mehrkosten von rund 46.000 Euro. So muss zum Beispiel eine Security-Firma für die Einlasskontrollen engagiert werden.

Was denken die Coburger über Corona-Regeln am Weihnachtsmarkt?

Schon vor der Entscheidung des Stadtrats waren die Coburger und Coburgerinnen geteilter Meinung, was die Corona-Regeln für den Weihnachtsmarkt angeht. Während einige eine 3G-Regel als durchaus sinnvoll erachten, gibt es auch Bedenken. So könnte es durch die Einlasskontrolle zu Wartezeiten kommen oder auch ein spontaner Besuch auf dem Weihnachtsmarkt erschwert werden - zumindest für Ungeimpfte, die erst einen PCR-Test machen müssen. "Sollte der Weihnachtsmarkt aus diesem Grund heuer weniger Besucher haben, wären die Budenbetreiber die Leidtragenden", so der Coburger David Kim. Was die Bürger über den Coburger Weihnachtsmarkt unter Corona-Bedingungen denken, lest ihr hier in unserer Umfrage.