Diesen Sachverhalt hat der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken, Jürgen Stadter, gegenüber infranken.de bestätigt. Stadter betonte aber, dass die drei Personen nach wie vor verdächtig sind und gegen sie ermittelt wird. Es habe lediglich keine Haftgründe wie Fluchtgefahr oder eine besondere Schwere der Tat gegeben. Die Ermittlungen würden wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung geführt.


Wie berichtet, war der 34-jährige Asylbewerber aus Eritrea am Dienstag früh gegen 5.45 Uhr in der Brandenburger Straße in Bayreuth von Passanten mit einer Stichverletzung aufgefunden worden. Er befindet sich in einem Bayreuther Krankenhaus und ist nicht in Lebensgefahr.

Nach den Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden hatte sich der Mann kurze Zeit vorher mit zwei Landsmännern am Bayreuther Bahnhof aufgehalten. Die drei Asylbewerber trafen dort auf zwei 31 und 48 Jahre alte Frauen sowie einen 30-jährigen Mann aus Kuba, mit denen sie aus bislang unbekannter Ursache in Streit gerieten. Im Verlauf der Auseinandersetzung erlitt der 34-Jährige eine Stichverletzung im Bereich des Oberkörpers.

Anschließend verließ der Verletzte zusammen mit seinen Bekannten das Bahnhofsgebäude. In der Brandenburger Straße brach er dann auf dem Gehweg zusammen. Ein Notarzt-Team brachte den Mann ins Krankenhaus.

Bereits wenige Stunden nach dem Übergriff konnten Polizeibeamte das Trio aus Kuba in einer Unterkunft für Asylbewerber in Bayreuth vorläufig festnehmen. Die Ermittlungen dauern an. Völlig unklar ist, wer von den Kubanern dem Opfer die Stichverletzung beigebracht hat. Für einen Haftbefehl wäre laut Staatsanwaltschaft Bayreuth aber ein oder eine spezifische Beschuldigte notwendig.

Nach wie vor bitten die Ermittler um Zeugenhinweise. Wer am Dienstag früh im Bereich des Bayreuther Bahnhofs Wahrnehmungen gemacht hat, wird gebeten, sich mit den Beamten der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0921/5060 in Verbindung zu setzen.