Bayreuther Festspiele 2020 wegen Corona abgesagt

Die Richard-Wagner-Festspiele 2020 finden wegen Corona nicht statt. Wie die Veranstalter am 31. März bekannt gaben, müssten die Festspiele aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise im Sommer 2020 ausgesetzt werden.

Wann sollte die Eröffnung der Bayreuther Festspiele 2020 sein?

Die 109. Bayreuther Festspiele 2020 sollten am 25. Juli 2020 um 16:00 Uhr eröffnet werden und am 30. August 2020 mit einem Konzert von Beethovens 9. Symphonie im Festspielhaus anlässlich des Beethoven-Jahrs enden.

Was sind die Richard-Wagner-Festspiele?

Seit 1876 gibt es die Richard-Wagner-Festspiele, bei denen heute noch ausschließlich die Opern Wagners gespielt werden. Für 2020 geplant war, das die Zuhörer fünf seiner zehn Werke zu hören bekommen. Mit 32 Aufführungen in fünf Wochen sollten die Richard-Wagner-Festspiele die fünfte Jahreszeit in Bayreuth sein. Wegen seiner einzigartigen Akustik ist das Festspielhaus der perfekte Ort für die aufwendig inszenierten Stücke.

Was ist für die Bayreuther Festspiele 2021 geplant

  • 2021 werden nach derzeitigem Stand neben einer Neuproduktion von "Der fliegende Holländer" die Wiederaufnahmen "Tannhäuser", "Die Meistersinger von Nürnberg" und "Lohengrin" aufgeführt. Außerdem stehen dann drei Konzerte von "Die Walküre" auf dem Spielplan.
  • Die für 2020 geplante Neuproduktion von "Der Ring des Nibelungen" wird voraussichtlich erst  2022 zu sehen sein.

Wie sollten die Bayreuther Festspiele 2020 ablaufen?

  • Bei den 109. Wagner-Festspielen sollte der Fokus auf der Neuinszenierung von Wagners Hauptwerk „Der Ring des Nibelungen" (Regie: Valentin Schwarz; musikalische Leitung: Pietari Inkinen).  Der vierteilige Ring-Zyklus sollte 2020 dreimal vollständig in Bayreuth aufgeführt werden. Die Tetralogie besteht aus „Das Rheingold", „Die Walküre", „Siegfried" und „Götterdämmerung".
  • Des Weiteren sollte es Wiederaufnahmen von„Die Meistersinger von Nürnberg“„Tannhäuser" und „Lohengrin" geben.

Richard-Wagner-Festspiele: Besetzung und Spielplan

Bei den - inzwischen abgesagten - Wagner-Festspielen 2020 sollten insgesamt 32 Aufführungen stattfinden: 3 Aufführungen des Rings (jeweils vier Teile), je eine gesonderte Aufführung der Ring-Teile Rheingold und Siegfried, 7 Aufführungen von Die Meistersinger von Nürnberg, 5 Aufführungen von Tannhäuser,  6 Aufführungen von Lohengrin. Den Abschluss sollten ein Konzert mit Beethovens IX. Symphonie. Genaue Spielzeiten der einzelnen Aufführungen sowie deren Besetzungen sollten auf der Homepage der Bayreuther Festspiele eingesehen werden.

Wie komme ich an Tickets?

Generell können Tickets für die Bayreuther Festspiele online über den Ticketshop gekauft werden. An den jeweiligen Aufführungstagen ist ebenfalls eine Tageskasse von 10:00 bis 12:00 Uhr und jeweils zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn geöffnet. In der Praxis ist es schwer, an Karten zu kommen. Wer beim Online-Verkauf nicht zum Zuge kam, kann mit etwas Glück noch am Aufführungstag zu einer Eintrittskarte kommen. Denn immer wieder werden Karten auf Kommission zurückgegeben. Tipp: Am Aufführungstag um 10 Uhr direkt im Kartenbüro nachfragen oder es mit dem Online-Sofortkauf versuchen.

Was passiert mit bereits gekauften Karten für die Saison 2020?

Wie die Festspielleitung mitteilt, bleiben bereits verkaufte Karten für das Jahr 2020 auch für das Jahr 2021 gültig.

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Bayreuther Festspiele: Kleiderordnung

Eine strikte Kleiderordnung ist nicht verlangt. Allerdings bestimmt der festliche Charakter der Veranstaltung das Outfit der Gäste. Bei der Wahl der Abendgarderobe darf die aktuelle Wetterlage miteinbezogen werden. Die Temperaturen im Festspielhaus steigen vom Parkett zur Galerie.

Bayreuther Festspiele: Sitzplan

Der Sitzplan im Festspielhaus unterteilt sich in vier Bereiche: Parkett, Loge, Balkon und Galerie. Wie genau die Plätze im Festspielhaus aufgeteilt sind, können Sie hier nachsehen.

Bayreuther Festspiele: Anfahrt und Parkmöglichkeiten

Bayreuth ist mit dem Auto über die A9 München-Nürnberg-Bayreuth-Berlin erreichbar. In der Stadt angekommen, folgen Sie der Beschilderung Richtung Stadtmitte beziehungsweise zum Festspielhaus. Öffentliche Parkmöglichkeiten befinden sich oberhalb des Festspielhauses, die während der Generalproben- und Festspielzeit gebührenpflichtig sind.

Mit der Bahn erreichen Sie Bayreuth über die Bahnstrecke von Nürnberg nach Dresden mit dem Franken-Sachen-Express im Zwei-Stunden-Takt. Ebenfalls fahren Regionalzüge im Halbstundentakt mit dem ICE-Knotenpunkt Nürnberg nach Bayreuth. Weitere Infos bezüglich geeigneter Zugfahrten können Sie auf www.bahn.de einsehen.

Informationen zu innerstädtische Busverbindungen finden Sie auf der Seite des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg.

Gibt es Führungen durch das Festspielhaus?

Während der Bayreuther Festspiele werden aufgrund von Proben- und Festspielzeit keine öffentlichen Führungen angeboten. Außerhalb dieses Zeitraums finden regelmäßig öffentliche Führungen statt. Hier wird empfohlen sich sowohl als Gruppe und als Einzelperson über stattfindende Führungen zu informieren. Genauere Informationen über Auskünfte und Möglichkeiten zur Anmeldung für eine Führung im Bayreuther Festspielhaus finden Sie auf der Homepage der Bayreuther Festspiele.

Wer war Richard Wagner?

Richard Wagner gilt als einer der bedeutendsten deutschen Komponisten überhaupt. Sein bekanntestes Werk ist „Der Ring der Nibelungen“. Er wurde 1813 in Leipzig geboren und verstarb 1883 in Venedig. Wagners Werke beeinflussten die europäische Musik des 19. Jahrhunderts maßgeblich: Seine Aufführungen sollten „Gesamtkunstwerke“ sein. Deshalb komponierte er zu seinen Stücken nicht nur die Musik, sondern schrieb auch die Texte und eigene Regieanweisungen. Nach Wagners Tod übernahm seine Witwe Cosima die Leitung der Festspiele in Bayreuth. Seitdem wird die Leitung in der Familie von Generation zu Generation weitergegeben.

Kritik an der Person Richard Wagner

Richard Wagner polarisiert. Auf der einen Seite wird er für seine künstlerische Genialität und sein musikalisches Lebenswerk gefeiert. Nicht umsonst gilt er als einer der bedeutendsten europäischen Komponisten. Auf der anderen Seite wird Wagner gerade wegen seines offensiven Antisemitismus stark kritisiert.

Diese Tatsache wird heute offener thematisiert als früher noch. Im Richard Wagner Museum (Haus Wahnfried) widmet sich eine der Dauerausstellungen der Ideologie Wagners und der  innigen Beziehung der Wagner-Familie zum NS-Regime und zu Adolf Hitler selbst.

Auch während der Festspiele wird Wagners Ideologie analysiert und diskutiert: „Diskurs Bayreuth“ heißt ein Rahmenprogramm während der Festspielzeit. Bei wissenschaftlichen Vorträgen, Wechselgesprächen und musikalischem Programm wird das Werk Wagners  genau unter die Lupe genommen und auch kritisch beleuchtet.