• Flugzeug nahe Pegnitz (Landkreis Bayreuth) abgestürzt
  • Münchner Kommunalpolitiker Cris Cenk Genc kommt ums Leben
  • Einsatzkräfte können Privatpilot nur noch tot bergen
  • FDP trauert um 28-Jährigen: "Wir werden dich vermissen!"

Flugzeugabsturz in Oberfranken: Pilot erleidet tödliche Verletzungen. Beim Absturz eines Kleinflugzeugs bei Pegnitz (Landkreis Bayreuth) hat ein 28-Jähriger am Mittwochabend (23. Dezember 2020) tödliche Verletzungen erlitten, berichtete das Polizeipräsidium Oberfranken. Wie mittlerweile feststeht, handelt es sich bei dem Toten um den Münchner Kommunalpolitiker Cris Cenk Genc. Dies bestätigte seine Partei, die FDP. 

28-Jähriger stürzt mit Kleinflugzeug ab: FDP trauert um Parteifreund

"Leider endet das Jahr für uns mit einer sehr traurigen Nachricht", hält die FDP München auf ihrer Facebook fest. "Wir müssen leider Abschied von Cris Cenk Genc (28) nehmen." In dem Post bestätigt die FDP, dass ihr Parteifreund am Mittwoch (23. Dezember 2020) tödlich verunglückte. "Wir werden Cenk als engagierten Kommunalpolitiker und großartigen Menschen in Erinnerung behalten. Wir sind in Gedanken bei seiner Familie und seinen Freunden. Wir werden dich vermissen!"

Dem Polizeipräsidium Oberfranken zufolge war der 28-Jährige mit einer einmotorigen Maschine um kurz nach 16 Uhr am Flugplatz in Landshut in Richtung Norden gestartet. In Oberfranken brach der Kontakt zu Pilot und Maschine ab und das Kleinflugzeug sendete ein Notsignal. Mithilfe des im Flugzeug verbauten Notsenders, dem ELT (Emergency Locator Transmitter), ermittelten die Polizisten die letzte bekannte Position des Flugzeugs nordwestlich von Pegnitz. 

Daraufhin leitete die Einsatzzentrale des Polizeipräsidium Oberfranken am Abend umfangreiche Suchmaßnahmen nach dem Kleinflugzeug am Boden und aus der Luft ein. Beteiligt waren bei der Suche neben einem Polizeihubschrauber und einem Hubschrauber der Bundeswehr mehrere Polizeistreifen, der Rettungsdienst, die Bergwacht sowie die örtlichen Feuerwehren aus dem südlichen Landkreis Bayreuth. Etwa 100 Einsatzkräfte suchten in dem teils schwer zugänglichen Gelände nach dem Kleinflugzeug samt Piloten.

Um 21.55 Uhr fanden Suchkräfte das Flugzeugwrack in unwegsamen Gelände nordwestlich von Pegnitz, nur unweit der Autobahn A9. Die Einsatzkräfte konnten den Piloten nur noch tot aus dem schwer beschädigten Flugzeug bergen. Die Kriminalpolizei Bayreuth hat in Zusammenarbeit mit der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung die Ermittlungen zur Absturzursache übernommen. Eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft Bayreuth traf noch am Abend an der Absturzstelle ein. 

Erst im September hatte ein 47-jähriger Pilot bei einem Flugzeugabsturz im Kreis Kulmbach ein Leben verloren.