Am Samstagmorgen (23. Januar 2021) ist es auf der A9 im Landkreis Bayreuth zu einem Aufsehen erregenden Verkehrsunfall gekommen. Unweit von Haag kippte ein mit Aceton beladener Gefahrgut-Anhänger auf der schneebedeckten Fahrbahn um.

Aufgrund des nötigen Sicherheitsabstandes beim Abpumpen muss die A9 in beiden Fahrtrichtungen zwischen den Anschlussstellen Bayreuth-Süd und Pegnitz ab circa 14 Uhr für vier bis fünf Stunden komplett gesperrt werden.

Update vom 23.01.2021, 12.04 Uhr: Gefahrgut-Transporter auf A9 nahe Bayreuth umgekippt - Autobahn stundenlang gesperrt

Zum Verkehrsunfall auf der A9 liegt inzwischen der Einsatzbericht des Polizeipräsidiums Oberfranken vor. Demnach ereignete sich am Samstagmorgen (23. Januar 2021) gegen 6.45 Uhr zwischen den Anschlussstellen Bayreuth-Süd und Trockau ein Unfall mit einem Gefahrgut-Lkw. 

Laut Polizei passte der 53-jährige Fahrzeugführer seine Geschwindigkeit auf schneebedeckter Fahrbahn nicht an die Wetterverhältnisse an. Er geriet deshalb ins Schleudern und rutschte in den Straßengraben. In der Folge kippte der Silo-Anhänger, in dem etwa 30.000 Liter Aceton geladen waren, auf die Seite und kam am Standstreifen zum Liegen. 

"Aufgrund des starken Schneefalls hätte der Fahrzeugführer wegen der gefährlichen Ladung zudem einen Parkplatz aufsuchen müssen, was er ebenfalls nicht tat", berichtet das Präsidium. Neben den begangenen Verkehrsordnungswidrigkeiten, muss er sich somit zusätzlich strafrechtlich wegen des Unerlaubten Umgangs mit anderen gefährlichen Stoffen und Gütern gemäß dem Strafgesetzbuch verantworten. Der geschätzte Sachschaden am Lkw samt Auflieger wird auf etwa 40.000 Euro geschätzt. 

Aceton muss abgepumpt werden: A9 ab Samstagmittag komplett gesperrt

Der Verkehr kann zunächst auf einer Fahrspur an der Unfallörtlichkeit vorbei geleitet werden. Im Laufe des Tages muss die Flüssigkeit in einen Ersatz-Lkw umgepumpt werden, um im Anschluss die Bergung des verunfallten Lkws durchführen zu können.

Wegen des einzuhaltenden Sicherheitsabstandes beim Abpumpen muss die A9 in beiden Fahrtrichtungen zwischen den Anschlussstellen Bayreuth-Süd und Pegnitz ab circa 14 Uhr für die Dauer von vier bis fünf Stunden komplett gesperrt werden. Eine örtliche Umleitung wird eingerichtet. Der Schwerlastverkehr wird gebeten, die Unfallstelle bereits vorher weiträumig zu umfahren.  

Erstmeldung vom 23.01.2021, 10.14 Uhr: Mit Aceton beladen - Gefahrgut-Anhänger kippt auf schneebedeckter A9 um

Am Samstagmorgen (23. Januar 2021) ist es auf der A9 nahe Bayreuth zu einem Aufsehen erregenden Verkehrsunfall gekommen. Unweit von Spänfleck (Gemeinde Gesees) kippte ein mit Aceton beladener Gefahrgut-Anhänger auf der schneebedeckten Fahrbahn um. Das berichtet das Polizeipräsidium Oberfranken in einer Erstmeldung.

Der Unfall ereignete sich der Agentur News5 zufolge auf dem Autobahnabschnitt zwischen Bayreuth-Süd und Trockau. Der Anhänger des Gespanns kippte demnach um und blieb anschließend quer über der ersten Spur und dem Standstreifen liegen. Laut Informationen der Polizei vor Ort ist die Unfallursache eine nicht angepasste Geschwindigkeit an die Wetterverhältnisse, berichtet News5. Der Fahrer des Lasters blieb laut ersten Angaben offenbar unverletzt. 

Lkw-Unfall auf A9: Gefahrgut-Austritt bleibt bislang aus

Aceton ist eine farblose Flüssigkeit, die Atemwege und Augen reizt. Einatmen oder Verschlucken kann zu Gesundheitsschäden führen. Laut dem Polizeipräsidium Oberfranken hat es bislang jedoch keinen Gefahrgut-Austritt gegeben. 

Der Artikel wird aktualisiert, sobald inFranken.de neue Informationen vorliegen.

Unterdessen hat ein Lkw-Fahrer aus Franken unlängst statt einem 20-Euro-Knöllchen ein Bußgeld in Höhe von 14.200 Euro erhalten.