Von Matthias Knörrer


Tipp 1: JakeGHNM x BubbleWild - "Honest Expression LP"


Bereits im Jahr 2016 veröffentlichten der Ukrainer BubbleWild und der nun in Deutschland lebende US-Rapper JakeGHNM die LP Honest Expression via "Qrates" (einem Crowdfunding Platform für Vinyl-Veröffentlichungen). Die auf 100 Stück limitierte LP war so nur an die Unterstützer verkauft worden. Natürlich tauchte sie kurz darauf zu Preisen von über 100 Euro wieder auf "Discogs" auf. Aus diesem Grund veröffentlicht das Bayreuther Label "Expanded-Art-Records" diesen Monat die Platte neu. 300 Kopien auf weiß-blauem Vinyl werden so unter die Hip Hop Fans gebracht.

Der Sound ist typisch 96: trockene knackige Beats, schöne Loops und gescratchte Word-Cuts.

Wer genau zuhört, stellt fest, das Jake ab und an in seinen englischen Texten in die deutsche Sprache wechselt.
Die Platte ist so verdammt gut, dass - wäre Sie bereits vor 20 Jahren erschienen, längst einen Status wie ein Jeru The Damaja oder Group Home Debut-Album hätte. Bin gespannt, wie man 2037 über dieses Album denkt.

Anspieltipp ist der Song "Wise Words"






Tipp 2: Run The Jewels - "RTJ 3"


Seit vier Jahren machen der New Yorker El-P (bekannt aus den 90ern mit "Company Flow" und späterer Gründer des Labels "Definitive Jux") und Killer Mike aus Atlanta gemeinsam Musik.

Und das recht erfolgreich dafür, dass Run The Jewels keine leichte Kost für die Ohren ist. Schleppende Bässe, schräge Samples und Melodien, dazu der Rap von Killer Mike und El-P.

Das dritte Album heißt schlicht "RTJ 3", wie die Vorgänger einfach durchnummeriert à la Led Zeppelin. Gäste sind unter anderem Danny Brown und Trina.

Anspieltipp: "Oh Mama"





Tipp 3. Classic der Dicke & Soulmade - "Body Mass Index"



Das Leiziger Label "Daily Concept" veröffentlicht seit 2010 solide Alben. Dude & Phaeb, Chezz One & Damian, Mr. Moon, Galv, Warpath um einige zu nennen, prägen den Boom Bap Sound auf deutscher Ebene. Auch im Glashaus in Bayreuth spielten die schon live.

Die Instrumentals stammen von Soulmade.

Anspieltipp: Mad Flava