Zwei Siege in Serie, im heimischen Tigerkäfig seit fünf Spielen nicht mehr verloren: Für die Bayreuth Tigers zeigt die Formkurve in der DEL2 nach oben. Am Wochenende geht es mit zwei Duellen weiter. Am Freitag (20 Uhr) geht es zu den Bietigheim Steelers und am Sonntag (17 Uhr) gastiert der ESV Kaufbeuren im Tigerkäfig.

DEL2

Bietigheim Steelers - Bayreuth Tigers

Bei den Hausherren sind die jüngsten Ergebnisse ähnlich wechselhaft wie die der Tigers: Gegen Tabellenführer Kassel Huskies und beim EV Landshut siegten die Steelers jeweils in der Verlängerung. Dazwischen gab es aber eine herbe 2:6-Niederlage im Derby bei den Heilbronner Falken. Topscorer beim Team aus dem Ellental ist ein Urgestein der zweiten Liga: Matt McKnight führt die Statistik mit 27 Punkten (13 Tore/14 Assists) an.

Mit C.J. Stretch (7/18) folgt ein ebenfalls bekanntes Gesicht im deutschen Eishockey. Vor der Saison musste Stretch krankheitsbedingt länger pausieren, jetzt ist der US-Boy wieder bei alter Stärke. Mit dem Kanadier Riley Sheen (10/12) folgt der dritte Kontingentstürmer. Im Tor teilen sich Cody Brenner und Jimmy Hertel ihren Job, aber auch Youngster Leon Doubrawa kam schon zu einigen Einsätzen.

Bietigheim vorne dabei

Neben den starken Kontingentspielern stehen mit Brett Breitkreuz, Tim Schüle, Norman Hauner und Max Renner weitere klangvolle Namen in Reihen der Steelers. In der Tabelle liegt das Team von Trainer Danny Naud auf Rang 4. Die Defensive kassierte bisher 73 Gegentore und musste ähnlich oft wie die Tigers (76)den Puck aus dem Netz holen. In der Offensive ist die Differenz bei 82:63-Toren allerdings deutlich. Auf zwei Spezialitäten der Bietigheimer sollten die Bayreuther besonders: Sowohl in Überzahl (31 Prozent) als auch in Unterzahl (84,9 Prozent) stellt Bietigheim die besten Formationen der Liga.

Bayreuth Tigers - ESV Kaufbeuren

Beim ESV Kaufbeuren, der am Sonntag in Bayreuth gastiert, findet man im Unterzahlspiel das Kontrastprogramm zu den Steelers aus Bietigheim: Mit einer Penaltykilling-Quote von nur 72,4 Prozent liefert Kaufbeuren im bisherigen Saisonverlauf den schwächsten Wert der Liga. Ein Vorteil für Bayreuth ist das aber nicht, denn das Powerplay der Tigers stagniert weiter bei 12,9 Prozent. Bei den Jokern führt das kanadische Duo John Lammers (12/16) und Tyler Spurgeon (7/18) die interne Wertung an. Lammers brauchte für seine 28 Punkte bisher aber nur 16 Spiele.

Der Topscorer der letzten Jahre, Sami Blomqvist, absolvierte bilang nur fünf Partien und fehlte nach einer erneuten Verletzung auch in den ersten Spielen des neuen Jahres. Nach drei Niederlagen zum Auftakt gelangen dem Team von Trainer Rob Palin zuletzt zwei Siege. Bei den Lausitzer Füchsen entführte der ESV beim 1:0-Sieg drei Punkte und im Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt setzte sich Kaufbeuren in der Overtime durch.

Beim Spiel gegen die Füchse feierte mit Maximilian Meier ein junger Goalie seinen Einstand mit einem Shutout. Er wurde kurzfristig aus Füssen zum Team geholt, da die Torhüter Stefan Vajs und Jan Dalgic länger ausfallen. Zum Jahreswechsel verpflichtete der ESVK zudem mit Sören Sturm einen Offensiv-Verteidiger aus Ravensburg, der in fünf Einsätzen aber noch ohne Punkt ist.

Die Tigers gehen mit gewachsenem Selbstvertrauen in den Doppelspieltag.

"Zwei Siege in Folge, darunter gegen starke Tölzer, geben uns ein gutes Gefühl", blickt Tigers-Coach Petri Kujala voraus. Allerdings fehlt Martin Davidek angeschlagen. Julius Karrer und die Förderlizenzspieler Timo Walther und Max Kislinger werden für die Nürnberg Ice Tigers auflaufen. "Wir haben sechs Verteidiger, daher kann Julius die Chance nutzen, sich erneut in der DEL zu beweisen", sagt Kujala über Karrers Einsatz in der ersten Liga.