Damit stehen die Wagnerstädter am kommenden Wochenende bei Schlusslicht BG Göttingen unter Siegzwang. "Ich bin so enttäuscht, wie noch nie in meiner Amtszeit in Bayreuth. Es trifft mich ins Herz, wenn sich meine Mannschaft vor dieser tollen Kulisse kampflos zur Schlachtbank führen lässt. Aber ich zeige nicht mit dem Finger auf die Mannschaft: Ich bin Teil dieses Teams und das ist meine Verantwortung. Ich werde das wieder ändern, und wenn ich dafür hart sein muss, dann werde ich das sein!", fand BBC-Cheftrainer Marco van den Berg nach der bislang höchsten Saisonniederlage seines Teams deutliche Worte.

Vom Start weg waren die Bayreuther chancenlos gegen ein munter aufspielendes und vor allem in der ersten Spielhälfte traumwandlerisch sicher treffendes Frankfurter Team (72 Prozent Trefferquote vor der Pause). "Die Basis für unseren Erfolg war eine starke Verteidigung, insbesondere haben wir die Bayreuther Schlüsselspieler nicht ins Spiel kommen lassen", war Gästecoach Muli Katzurin sichtlich zufrieden mit dem Auftritt seines Teams, das eindrucksvoll Revanche für die Hinspielniederlage nehmen konnte.

Vor allem Danny Gibson und Osvaldo Jeanty fanden gegen die Hessen überhaupt nicht ins Spiel und so agierten die Bayreuther in der Offensive fast durchweg planlos. Zudem waren die BBC-Korbjäger in der Defensive immer einen Schritt langsamer als die ausgesprochen homogen auftretenden Gäste, die in dieser Form noch eine Chance auf das Erreichen der Play-Offs haben sollten. Topscorer der Partie wurde Frankfurts Routinier Jimmy McKinney (22 Punkte/5 Dreier), beim BBC Bayreuth kam lediglich Brandon Hunter mit zwölf Punkten auf eine zweistellige Korbausbeute.



BBC Bayreuth: Wyrick (7), Spöler (5), Gibson (8/1), Shtein (7), Zeis (0), Hunter (12/1), Schmitz (2), Ibekwe (4), Veideman (8/1), Jeanty (4).

Fraport Skyliners Frankfurt:
Ohlbrecht (4), Robertson (7), Davidson (11/1), Thompson (14/4), McKinney (22/5), Herber (5/1), Nolte (9), Barthel (0), Gibson (4), Burtschi (14/3)

Zuschauer: 3308