Nach einem missglückten Experiment in einem Chemielabor der Bayreuther Universität, mussten am späten Freitagvormittag drei Männer mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Bei einem 37-Jährigen ist inzwischen Lebensgefahr nicht mehr auszuschließen, berichtet die Polizei.

Die beiden Studenten im Alter von 24 und 31 Jahren und der 37-jährige Versuchsleiter experimentierten gegen 11 Uhr in dem Chemiesaal mit verschiedenen Flüssigkeiten.

Aus noch ungeklärter Ursache kam es zu einer heftigen Reaktion der Substanzen und das ätzende Gemisch traf die Männer überwiegend im Gesicht. Die Feuerwehr Bayreuth berichtet

Schnell waren Ersthelfer zur Stelle und verständigten einen Notarzt. Nach der Erstversorgung brachte der Rettungsdienst die zwei Studenten mit leichteren Verletzungen sowie den schwer verletzten 37-Jährigen in ein Krankenhaus.

Die zuerst eintreffenden Kräfte der Feuerwehr begannen sofort mit einem Trupp unter schwerem
Atemschutz die Belüftung des Laborraumes im 2.Obergeschoss sicherzustellen, parallel dazu
evakuierten sie das betroffene Stockwerk, heißt es im Bericht der Feuerwehr Bayreuth.

Zum Schutz der Nachbarräume wurde im Flur des Stockwerkes ein Überdrucklüfter in Betrieb
genommen. Während des gesamten Einsatzes führten die Einsatzkräfte Luftmessungen sowohl im
Laborraum, als auch in den übrigen Räumlichkeiten des Gebäudes durch.

Insgesamt war die Feuerwehr Bayreuth mit rund 15 Einsatzkräften knapp 2 Stunden im Einsatz.

Die Ermittlungen insbesondere zu der Ursache des Unfalls dauern an.