Kommunen, Wirtschaftsvertreter und Politiker aus Bund und Land wollen die Modernisierung der Bahnstrecke zwischen Dresden und Nürnberg vorantreiben. Bei einem von der Stadt Bayreuth ausgerichteten Symposium forderten sie, so rasch wie möglich die weitere Elektrifizierung der Trasse anzugehen sowie auch die Abzweigung der Strecke Richtung Eger in Tschechien zu modernisieren. "Die Elektrifizierung soll unter Nutzung aller Ressourcen binnen zehn Jahren realisiert werden", heißt es in einem Positionspapier, das am Freitag vorgestellt wurde.

Auf sächsischer Seite ist die Elektrifizierung bereits abgeschlossen, zum Jahresende werden die Elektrifizierungsarbeiten von Reichenbach im Vogtland bis nach Hof beendet. Für die weitere Trasse in Richtung Süden gibt es noch keine konkreten Angaben zu Zeitplan und Finanzierung.
Die weiteren Abschnitte dürften gut 400 Millionen Euro kosten, wie Andreas Scheuer (CSU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, sagte.

Unterdessen teilte die Bahn am Freitag Details zum künftigen Bahnbetrieb auf der Franken-Sachsen-Magistrale zwischen Dresden und Nürnberg mit. Demnach ist für das Jahr 2014 ein Konzept mit den beteiligten Bundesländern Bayern und Sachsen erarbeitet worden. Zwischen Nürnberg und Dresden soll es im Zweistundentakt durchgehende Regionalexpress-Verbindungen geben. In den Stunden dazwischen werde es eine Umsteigeverbindung über Hof geben.

Hartmut Koschyk (CSU), Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und Abgeordneter aus Bayreuth, betonte, dass die Magistrale auch für den Güterverkehr eine immer wichtigere Rolle spiele.

Die Stadt Bayreuth benötige endlich eine dauerhafte und verlässliche Anbindung an den Eisenbahn-Fernverkehr, ergänzte Koschyk. Nach den Worten des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Thomas Hacker, ist jetzt "der Bund am Zug". Bayreuth habe mit der Universität, weiteren Forschungseinrichtungen und mit etlichen Unternehmen einen enormen Entwicklungsschritt geleistet. Damit dies auch in Zukunft so weitergehen kann, müsse eine attraktive Bahnanbindung der Stadt nun endlich folgen. "Nachdem der Freistaat alles Erforderliche getan hat, fordere ich dies auch von allen übrigen Beteiligten, allen voran der Bundesregierung und der Deutschen Bahn", sagte Hacker. dpa