Die beiden Männer waren mit zwei in Südbayern gestohlenen Fahrzeugen auf der Autobahn A9 in Richtung Norden unterwegs, als die Verkehrspolizisten auf die an dem Audi A4 Avant angebrachten, gefälschten Kennzeichen aufmerksam wurden. Mit mehreren Polizeistreifen beabsichtigten die Beamten deshalb den Wagen auf Höhe der Anschlussstelle Bayreuth-Süd anzuhalten. Bei diesem Anhalteversuch rammte der Fahrer des Audi einen zivilen Streifenwagen seitlich und versuchte zu flüchten.

Der A4 wurde durch den Zusammenstoß allerdings derart beschädigt, dass er nicht mehr fahrbereit auf der Autobahn zum Stehen kam. Bei dem Zusammenstoß erlitt ein Polizeibeamter im Dienstfahrzeug leichte Verletzungen. Der rabiate Fahrer konnte schließlich festgenommen werden, es handelt sich um einen 42-jährigen polnischen Staatsangehörigen.

Noch während der Festnahme gab sein Komplize, der sich in einem ebenfalls entwendeten 5er BMW im Stau hinter der Unfallstelle befand, plötzlich Gas und versuchte zu flüchten. Dabei fuhr der Täter auf einen Polizeibeamten zu. Der Straftäter flüchtete durch die Unfallstelle von der Autobahn auf die Bundesstraße B22. Ein Polizeihubschrauber entdeckte den abgestellten Wagen kurze Zeit später bei einem Anwesen nahe Neunkirchen am Main. Vom Fahrer fehlt bislang jede Spur. Eine sofortige Großfahndung bis in die frühen Morgenstunden verlief negativ.

Das Fachkommissariat der Bayreuther Kripo hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der festgenommene, 42-jährige Audifahrer am Donnerstagnachmittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Gegen ihn erging Haftbefehl, der Pole sitzt mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt.

Die Fahndung und Ermittlungen zu seinem flüchtigen Komplizen und den Fahrzeugdiebstählen dauern an. pol