Der Landkreis Bayreuth bringt seinen Bauhof in Weidenberg für circa 1,1 Mio. Euro auf den neuesten Stand, so das Landratsamt Bayreuth.

Der Landkreis Bayreuth betreue als Straßenbaulastträger im Landkreisgebiet rund 300 Kilometer Kreisstraßen. Zur Durchführung der Aufgaben im Bau und Unterhalt sei der Einsatz einer Vielzahl an Fahrzeugen und Großgeräten notwendig. Wartung und Pflege, bis hin zu Reparaturarbeiten würden zentral im Kreisbauhof Weidenberg durchgeführt. Die Umrüstung der eigenen Fahrzeuge sowie die Umrüstung der Fremdunternehmerfahrzeuge für den Winterdienst erfolge ebenfalls in Weidenberg.

Die bestehenden Gebäude seien für die modernen Fahrzeuge des Betriebsdienstes nicht mehr ausreichend. So sei eine Einfahrt in die bestehenden Hallen aufgrund der Bauhöhen der LKWs nicht mehr möglich. Im Winterdiensteinsatz würden notwendige Reparaturen derzeit bei Dunkelheit, Kälte und Nässe im Freien durchgeführt.

Durch die neue Werkstatthalle werde der Kreisbauhof in Weidenberg, auch im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter des Landkreises, auf einen modernen Stand gebracht. Weiterhin wird durch den Neubau die überdachte Nutzfläche des Kreisbauhofs erhöht. Derzeit im Freien untergebrachte Fahrzeuge und Geräte könnten dann dort in den betriebsfreien Zeiten materialschonend abgestellt werden.

Die Größe der neuen Werkstatthalle orientiere sich an den Richtlinien für die Anlage von Meistereien sowie an den speziellen Anforderungen an den Kreisbauhof. Bei der Planung und Realisierung würden zudem umweltrechtliche Belange berücksichtigt. Es entstehe beispielsweise ein neues Gefahrstofflager. Aus abwassertechnischer Sicht werde durch die Erneuerung der Abscheideranlage die Abwasserbehandlung verbessert.

Auf einer Grundfläche von mehr als 500 Quadratmetern soll ein Gebäude von ca. 25 Metern Länge, 20 Metern Breite, einer Traufenhöhe von 6 Metern und eine Firsthöhe von fast 9 Metern entstehen. Die neue Einfahrthöhe von 4,50 Metern mache es möglich, alle Fahrzeuge des Fuhrparks aufnehmen zu können.

Die LKW-Werkstatthalle werde mit einer Wartungsgrube und einer Hebebühne für Transporter ausgestattet sein, ein Reifenlager sowie ein Gefahrenstofflager für brennbare Flüssigkeiten, einen Büroraum und Toiletten enthalten. Die innenliegende Waschhalle werde mit Schlammfang ausgestattet sein. Die Lagermöglichkeiten im ersten Stock würden mit Gabelstapler und über eine Treppe erreichbar sein. Vor der Halle im Außenbereich sei eine Wasch- und Betankungsfläche vorgesehen.

Die Halle entstehe als Stahlkonstruktion mit Sandwich-Element-Verkleidung, die Innenwände seien aus Mauerwerk, Böden und Decken würden in Stahlbeton ausgeführt. Fassade, Dach (Blechsandwichelemente), Fenster und Türen würden hochwärmegedämmt.

Das Dach sei für eine Photovoltaik-Nachrüstung ausgelegt, geheizt werde über Fernwärme aus der bestehenden Werkstatt. Eine neue Diesel-Tankanlage mit 10.000-Liter-Tank ersetze die vorhandene Tankstelle. Die Fertigstellung der Werkstatthalle sei für Ende Frühjahr 2022 geplant.