Rasanten Motorsport erlebten die zahlreichen Zuschauer bei der 33. ADAC-Rallye Fränkische Schweiz. Bei traumhaften Bedingungen starteten 111 Rallyeteams.

Die auf zehn Kilometer verlängerte Wertungsprüfung "Brunn" bei Heiligenstadt verlangte von den Fahrern sofort höchste Konzentration, da sich der Nebel erst kurz vor dem Start verzogen hatte und die Strecke noch feucht war. Einen Auftakt nach Maß erwischten die oberfränkischen Vorjahressieger Nicolas Hässler (Memmelsdorf)/Holger Suhl (Ebern). Sie markierten gleich die schnellste Zeit, gefolgt von Jörg Schuhej/Steffen Reith aus Fulda. Der siebenfache Gesamtsieger Reinhard Honke aus Himmelkron folgte auf Rang drei, musste aber wegen eines technischen Problems an seinem Ford Escort Cosworth kurz danach aufgeben.

Auch auf der zweiten Wertungsprüfung von Herzogenreuth nach Hohenpölz waren Hässler/Suhl das Maß aller Dinge . Anschließend führte die Strecke nach Hollfeld, wo über Pilgerndorf nach Hainbach die dritte Wertungsprüfung ausgetragen wurde. Durch den hohen Schotteranteil waren die allradgetrieben Teams im Vorteil. Die Hessen Schuhej/Reith markierten mit sieben Sekunden Vorsprung eine deutliche Bestzeit vor Dominik Honke aus Himmelkron mit Beifahrer Johannes Alexander. Damit übernahm das Mitsubishi-Team Schuhej/Reith Platz 1 vor Hässler/Suhl.

Entscheidung fiel auf zehn Kilometern


Die zehn Kilometer lange Wertungsprüfung rund um Neudorf bei Weismain musste nun die Entscheidung bringen. Hier wurden die Favoriten Nicolas Hässler und Holger Suhl ihrer Favoritenrolle mit dem Porsche 911 gerecht. Sie fuhren auf der superschnellen Strecke einen 4,3-Sekunden-Vorsprung gegenüber Schuhej/Reith heraus. Mit der zweitschnellsten Zeit in Neudorf fuhren die Württemberger Fritz Köhler und Petra Hägele (BMW M3) noch auf Platz 3 der Gesamtwertung nach vorne. Dominik Honke wurde glänzender Siebter.

Aus der Region überzeugten mit Klassensiegen die Teams Sebastian Schmidt/Alexander Zitzmann aus Obernsees auf Seat Ibiza sowie John Macht (Gefrees)/Verena Nikol (Scheßlitz) auf Opel Ascona.
Am Ende kamen 87 der 111 gestarteten Teams ins Ziel.

Gesamtwertung:
1. Nicolas Hässler (Memmelsdof)/ Holger Suhl (Ebern) Porsche 911, 17:34,0 Minuten;
2. Jörg Schuhej (Fulda)/Steffen Reith (Schwalmtal) Mitsubishi Lancer Evo 7 + 4,3 Sek.;
3. Fritz Köhler/Petra Hägele (Öhringen) BMW M3 + 20,8;
4. Marco Koch (Marburg)/Stefan Assmann (Gladenbach) Opel Kadett + 22,1;
5. Rudolf Reindl (Lohkirchen)/Michael Ehrle (Schmalkalden) Mitsubishi Lancer Evo 7 + 28,7;
6. Rainer Noller (Abstatt)/Stefan Kopczyk (Stuttgart) Mitsubishi Lancer Evo 8 + 43,0;
7. Dominik Honke (Himmelkron)/ Johannes Alexander (Neuenmarkt) Ford Sierra + 44,3;
8. Ralf Hillmann/ Hans Peter Wollner (Ebensfeld) Misubishi Lancer Evo 6 + 51,3;
9. Dominik Dinkel (Rossach)/Tina Annemüller (Vesser) Mitsubishi Lancer Evo 9 + 52,6;
10. Werner Mühl (Gefrees)/Seb. Kröniger (Bayreuth) BMW Compact + 59,9.