Dabei ist fürs Auge einiges geboten, vor allem mit fortschreitender Spieldauer, wenn der Hang in leichenhaft-fahles Zwielicht getaucht ist, wenn mit dem Erscheinen des Geists die Nebel wallen, wenn die Schauspieltruppe auf halber Höhe ihren blutroten Vorhang aufzieht, wenn, und dies ist wirklich ein Kabinettstück, sich zum Schluss Hamlet und Laertes ein filmreif und professionell choreographiertes Degenduell liefern. Nickel hatte klugerweise die Wieland-Übersetzung gewählt, die rauer und realistischer ist als die von Schlegel, den Text gekürzt und Szenen durchaus schlüssig umgruppiert.

Peter N. Schultze flankiert die Felsenbühne mit Blechwänden, auf die im Lauf der Handlung die in den Alltagswortschatz übergegangenen "Hamlet"-Zitate, allerdings auf Englisch, als Graffiti geschrieben werden: Something is rotten ..., There's method in it ..., auf einer Bank steht als übergroßer Hinweis auf des