Obwohl die Anzahl der Wohnungseinbrüche in Oberfranken im Jahr 2016 zurückging, sind Einbrüche weiterhin ein großes Thema für die Polizei. Mit länderübergreifenden Schwerpunktaktionen will die Oberfränkische Polizei laut eigener Angaben das grenzüberschreitende Phänomen weiter bekämpfen.

Am Dienstagnachmittag führte die oberfränkische Polizei zusammen mit den sächsischen Kollegen eine groß angelegte Kontrolle der überregionalen Verkehrswege durch.


Gezielte Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen gegen reisende Banden

Die polizeilichen Erfahrungen der vergangenen Monate hätten gezeigt, dass Wohnungseinbrecher häufig Angehörige reisender Tätergruppen sind, die länder- und grenzüberschreitend vorgehen. Somit gewännen überregionale Verkehrsverbindungen für die Straftäter immer mehr an Bedeutung.

Gezielte Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen seien deshalb ein wichtiger Bestandteil des gesamtheitlichen Ansatzes der Oberfränkischen Polizei zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität.

Dies habe die Festnahme von vier ungarischen Staatsangehörigen Anfang April kurz vor der tschechischen Grenze gezeigt. Bei der eingehenden Kontrolle des Fahrzeugs entdeckten Beamte damals eine Vielzahl von versteckten Schmuckstücken, die aus verschiedenen Einbrüchen, auch aus anderen Bundesländern, stammten.


Kooperationsvereinbarung zwischen Bayern und Sachsen

Aufgrund der guten Erfahrungen bei ähnlichen Schwerpunkteinsätzen mit anderen Bundesländern beauftragte das Bayerische Innenministerium das Polizeipräsidium Oberfranken mit der Durchführung der gemeinsamen Aktion.

Unter Koordination der Landeskriminalämter Bayern und Sachsen wurden deshalb ab dem frühen Dienstagnachmittag von zahlreiche Beamten aus Oberfranken und Sachsen im Grenzbereich gezielte Kontrollmaßnahmen durchgeführt.

Die Polizei will so den Fahndungsdruck auf international agierende Einbrecherbanden noch weiter verstärken.