Am Samstagvormittag gegen 10:40 Uhr gingen diverse Mitteilungen über einen Falschfahrer bei der Polizei in Oberfranken ein.

Von der Rastanlage "Fränkische Schweiz West" wollte ein 25-Jähriger Weißrusse mit seinem polnischen Kleintransporter die A9 in Fahrtrichtung Nürnberg auffahren. Stattdessen fuhr er aber entgegen der Fahrtrichtung auf die A9 ein. Über eine Strecke von etwa 15 Kilometern fuhr er zuerst auf der aus seiner Sicht rechten Fahrspur und danach dann auf dem Seitenstreifen weiter.

Während dieser Fahrt wäre es mehrmals beinahe zu einem Verkehrsunfall gekommen. Die betroffenen ordnungsgemäß fahrenden Verkehrsteilnehmer konnten zum Glück rechtzeitig ausweichen.

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Gestoppt werden konnte der Falschfahrer von einem 53-Jährigen Fahrzeugführer eines Kastenwagens aus dem Zulassungsbereich Nürnberg. Dieser wechselte mit seinem Fahrzeug, als er den "Geisterfahrer" erblickte, langsam auf den Standstreifen hinüber und verringerte seine Geschwindigkeit, wodurch der entgegenkommende Weißrusse mit seinem Kleintransporter anhielt.

Zu einem Zusammenstoß kam es nicht. Der 25-Jährige Fahrer muss sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten. Ihm wurde mit sofortiger Wirkung jeglicher Gebrauch von fahrerlaubnispflichtigen Fahrzeugen in Deutschland untersagt.

Die Verkehrspolizei Bayreuth bittet um ihre Mithilfe. Zeugen sowie Geschädigte des Vorfalls können sich unter der Telefonnummer 0921/506-0 melden.