Geflügelpest: Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet werden aufgehoben - Aufstallpflicht gilt weiter. Nachdem die Geflügelpest in der Gemeinde Pottenstein (Landkreis Bayreuth) bayernweit erstmals auf Hausgeflügel übergegriffen hatte, wurde Ende Januar entsprechende Sicherheitsmaßnahmen angeordnet. Das Landratsamt Bayreuth gibt nun bekannt, dass der aufgrund des Geflügelpestausbruchs in Pottenstein angeordnete Sperrbezirk wie auch das Beobachtungsgebiet mit Wirkung zum 2. März 2021 aufgehoben werden. "Damit dürfen auch Eier aus diesen Gebieten wieder abgegeben werden", teilt das Landratsamt mit.

Aufgrund der anhaltenden Ausbreitung des Geflügelpestgeschehens sowohl bei Wildvögeln als auch bei gehaltenem Geflügel gilt jedoch weiterhin die Aufstallpflicht in Stadt und Landkreis Bayreuth. "Die Aufstallpflicht bedeutet allerdings nicht, dass alle Tiere in einem festen Stall eingesperrt werden müssen", erklärt das Landratsamt. "Auch eine vor Wildvögeln geschützte Unterbringung im Außenbereich ist möglich, sodass die Tiere weiterhin in den Genuss von Tageslicht und Freiluft kommen können." Eine solche Schutzvorrichtung muss demnach seitlich - etwa durch einen engmaschigen Draht - gegen ein Eindringen von Wildvögeln gesichert sein.

Geflügelpest: Landratsamt Bayreuth weist auf strenge Hygienemaßnahmen hin

Nach oben hin muss - zum Beispiel durch die Abdeckung mit einer Plane - verhindert werden, dass Vogelkot hereinfallen kann. Wichtig sind dem Landratsamt zufolge auch weitere strenge Hygienemaßnahmen wie Schuhwerk und Schutzkleidung, die nur im geschützten Geflügelbereich getragen werden, und regelmäßiges Händewaschen. Dazu gehören auch demnach Futter- und Einstreulager, die für Wildvögel nicht erreichbar sind, und das Tränken mit Leitungswasser. "Auf keinen Fall ist hier Oberflächen- oder Bachwasser zu verwenden", warnt das Landratsamt. 

"Mit der Maßnahme, dass Geflügel weiterhin ‚unter Dach‘ gehalten werden muss, schützt nicht nur der einzelne Geflügelhalter seinen Bestand vor einem Geflügelpestausbruch und damit auch vor einer damit verbundenen Tötung", erklärt Dr. Iris Fuchs, Fachbereichsleiterin für Veterinärwesen und Verbraucherschutz am Landratsamt Bayreuth, "sondern er schützt auch alle Geflügelhalter in seinem Umkreis, da bei weiteren Geflügelpestausbrüchen erneut Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete angeordnet werden müssten. Die Nichteinhaltung der Aufstallpflicht kann somit für einen Geflügelhalter sehr teuer werden.“

Erst vor Kurzem ist am Bayreuther Röhrensee ein Fall von Geflügelpest bestätigt worden. Das Virus wurde bei einer Stockente nachgewiesen. Die Stadt warnte in dem Zusammengang vor toten Vögeln.