Aktueller Stand zum Coronavirus - Jetzt für Newsletter anmelden

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen kann es vorkommen, dass die Zahlen nicht immer aktuell sind. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier. Aufgrund der unterschiedlichen Zählweise der Landratsämter, Landesämter und des Robert-Koch-Instituts kann es unterschiedliche Fallzahlen geben. Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 03.03.2021, 12.00 Uhr: Nächtliche Ausgangssperre in Bayreuth wird aufgehoben

Seit sieben aufeinanderfolgenden Tagen liegt der Inzidenzwert der Stadt Bayreuth laut den Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI) unter 100 - die nächtliche Ausgangssperre wird daher ab Donnerstag (04.03.2021), 0.00 Uhr, aufgehoben. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit.

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"Dass die Regelung nun wegfällt, ist ein positives Zeichen für die Entwicklung des Infektionsgeschehens in unserer Stadt. Damit können wir den Bayreuther Bürgerinnen und Bürgern wieder ein kleines Stück Normalität zurückgeben", so Oberbürgermeister Thomas Ebersberger.

Sollte die Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 wieder überschreiten, wird die Regelung wieder in Kraft treten müssen. Im Landkreis Bayreuth gilt die Ausgangssperre zwischen 22.00 und 5.00 Uhr weiterhin: Der Inzidenzwert liegt momentan laut RKI noch bei 109 pro 100.000 Einwohnern, es zeichnet sich jedoch eine leicht Tendenz nach unten ab.

Der Raum Bayreuth war in den vergangenen Tagen besonders stark von steigenden Corona-Zahlen betroffen, wie auch der Rest von Oberfranken. Grund dafür ist unter anderem die Ausbreitung von Corona-Mutationen.

Update vom 26.02.2021, 14.00 Uhr: Schulen und Kitas bleiben geschlossen - Mutation breitet sich aus

Die Schulen und Kindertageseinrichtungen im Raum Bayreuth bleiben für eine weitere Woche geschlossen. Wie die Stadt Bayreuth sowie das Landratsamt am Freitag (26.02.2021) mitteilten, wird es demnach in der Woche vom 1. März bis zum 5. März beim Distanzunterricht in den örtlichen Schulen bleiben.

Die Entscheidung wurde aus Vorsorge vom Schul- und Gesundheitsamt in Rücksprache mit dem Landkreis und der Stadt getroffen. Grund dafür sei die noch immer verhätlnismäßig hohe Sieben-Tage-Inzidenz, aber auch der große Anteil an Mutanten bei der Infektionen in der Region. Die britische Mutation macht bereits knapp 50 Prozent der Infektionen im Raum Bayreuth aus.

Die Inzidenz im Landkreis liegt nach den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Institutes noch knapp über 100 mit einem Wert von 106,11, im Vergleich zum Vortag ist der Wert jedoch bereits gesunken. In der Stadt Bayreuth liegt der Inzidenzwert bei 92,27 - es fehlen allerdings noch die Ergebnisse aus einer Reihentestung mit rund 1000 Menschen, die noch nicht miteinberechnet sind. "Es lässt sich also nicht mit Sicherheit sagen, dass Landkreis und Stadt Bayreuth am Montag unter dem relevanten 7-Tage-Inzidenzwert von 100 liegen werden", so das Landratsamt.

Landrat Florian Wiedemann und Oberbürgermeister Thomas Ebersberger wollen vermeiden, dass die Schüler nach wenigen Tagen im Wechsel- oder Präsenzunterricht wieder in den Distanzunterricht müssen. "Daher wird stets nach Lösungen für eine gesamte Woche gesucht", heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes und der Stadt.

Einzige Ausnahme bleiben die Abiturientinnen und Abiturienten sowie die Abschlussklassen von Berufs- und Fachoberschulen, die schon seit dem 22. Februar wieder in die Schule dürfen. Hierfür wird es keine Änderungen geben.

Update vom 25.02.2021, 11.55 Uhr: Zwei Corona-Schnelltest-Zentren für Bayreuth – hier könnten sie entstehen

In der Stadtratsitzung vom 24. Februar wurde beschlossen, dass in der Stadt Bayreuth gleich zwei Schnelltest-Zentren errichtet werden sollen. Wo und wann diese eröffnet werden, steht laut Stadt noch nicht endgültig fest. Im Gespräch seien die Standorte La-Spezia-Platz und Rotmain-Center. 

Die Planungen seien in vollem Gange. Wann die Eröffnung stattfinden kann, hänge jedoch von Personal und Logistik ab. Wie viele Personen am Tag getestet werden könnten, sei außerdem von den Öffnungszeiten der Zentren abhängig. 

Heute sind im Landkreis 222 und in der Stadt Bayreuth 143 Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, erklärt das Landratsamt am Donnerstag (25. Februar 2021). Seit dem Vortag sind insgesamt 39 neue positive Corona-Testergebnisse eingegangen, 21 aus dem Landkreis und 18 aus der Stadt Bayreuth.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt im Landkreis 121,48 (Vortag: 132,09) und in der Stadt Bayreuth 97,62 (Vortag: 112,35). Sie ist damit jeweils gesunken. Aus dem Landkreis sind bisher 125 und aus der Stadt Bayreuth 88 Personen an den Folgen der Infektionskrankheit Covid-19 verstorben.

Update vom 23.02.2021, 17.55 Uhr: Stadt unterstützt Einzelhandel und Gastronomie in der Corona-Krise

Die Stadt Bayreuth steht in Zeiten der Corona-Pandemie an der Seite des Bayreuther Einzelhandels und der Gastronomie und will diese, wo dies möglich ist, auch weiterhin nach Kräften unterstützen. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger hat sich bei einem Meinungsaustausch im Rathaus aus erster Hand über die existenziellen Sorgen beider Wirtschaftszweige informiert, die dringend eine Perspektive für den Ausstieg aus der gegenwärtigen Lockdown-Situation brauchen. „Die Stadt hilft, wo immer sie kann. Der Einfluss der Kommunen auf die bundes- und landespolitischen Entscheidungen in der Corona-Pandemie ist aber begrenzt“, so der Oberbürgermeister.

Zu dem offenen und konstruktiven Meinungsaustausch eingeladen waren unter anderem der Kreisvorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), Engin Gülyaprak, Rotmain-Center-Managerin Isabel Belka, für den Handelsverband Oberfranken dessen Vorsitzende Dagmar Zimmermann und Geschäftsführer Thorsten Becker, Vertreter der Stadtratsfraktionen, der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH (BMTG) sowie der zuständigen städtischen Dienststellen.

Die Vertreter von Einzelhandel und Gastronomie bemängelten insbesondere, dass es für diese Branchen derzeit immer noch keine Öffnungsperspektive gebe. Oberbürgermeister Ebersberger signalisierte, dass die Stadt auch im neuen Jahr auf Sondernutzungs- und Standgebühren verzichten wolle, solange es für Einzelhandel und Gastronomie durch die Pandemie bedingte Einschränkungen gebe. Eberberger appellierte auch an die Vermieterseite, die Händler und Gastronomen, die seit Monaten kaum Einnahmen erwirtschaften könnten, zu unterstützen und damit ein Zeichen der Solidarität zu setzen. „Einzelhandel und Gastronomie brauchen dringend eine Öffnungsperspektive“, so Eberberger.

Dafür habe er sich auch bei der jüngsten Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Markus Söder eingesetzt. „Die Entscheidung über diese Weichenstellungen liegen in der Hand von Bund und Land. Wir können als Kommunen nicht mehr als appellieren. Die Auswirkungen des strikten Lockdowns auf die lokale Wirtschaft gestalten sich aber auch in Bayreuth immer dramatischer und werden uns noch über viele Jahre hinweg beschäftigen.“          

Seit Ausbruch der Pandemie hat die Stadt Einzelhandel und Gastronomie mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen unterstützt. Die Palette reicht von der Stundung von Miet-, Pacht- und Erbbauzinsen sowie von Gewerbesteuer über Sondergenehmigungen zum Befahren der Fußgängerzone für Abhol- und Lieferdienste und dem Verzicht auf Sondernutzungsgebühren bis hin zur Übernahme der Lizenzgebühren für die Gäste-Registrierungs-App „darf-ich-rein“ für Gastronomiebetriebe und Kulturveranstalter. Diverse Informationsangebote der städtischen Wirtschaftsförderung sollen den Betrieben die Orientierung in den staatlichen Förder- und Hilfsprogrammen erleichtern. Die BMTG unterstützt Einzelhandel und Gastronomie zudem durch diverse Marketing-Aktivitäten. 

Konkret wurde beim Gespräch im Rathaus vereinbart, dass die „Click & Collect“ sowie „Click & Meet“-Angebote der Bayreuther Einzelhändler stärker beworben werden sollen. Ein erster Schritt hierzu ist die von der BMTG erstellte Angebotsübersicht „Wir zusammen in Bayreuth“ im Internet.

Update vom 23.02.2021, 16 Uhr: Corona-Ausbruch im Bayreuther Gefängnis

In einer Justizvollzugsanstalt in Bayreuth gab es einen Corona-Ausbruch. Mindestens 18 Gefangene und Beschäftigte sind infiziert. Am Wochenende wurde eine Reihentestung gestartet. Der JVA-Leiter Mattias Konopka teilte mit, dass sich mindestens 18 Personen mit dem Coronavirus angesteckt hätten. Es handele sich bei Betroffenen um zwölf Gefangene und sechs Beschäftigte. Die infizierten Beschäftigen sind aktuell in häuslicher Quarantäne. Die infizierten Gefangenen wurden in eine eigene Abteilung gebracht. 

Glücklicherweise zeigte keiner der Infizierten bisher schwere Krankheitsverläufe. Die Gefängnis-Gärtnerei und die Werkstätten sind aktuell geschlossen. Auf Außeneinsätze der Gefangenen werde verzichtet. Am vergangenen Wochenende fand eine Reihentestung statt, bei welcher 776 Gefangene und 327 Angestellte getestet wurden. 

Das Virus wurde wahrscheinlich durch infizierte Angestellte, welche keine Symptome zeigten, in die Klinik gebracht. Ob dieser Ausbruch die Inzidenz von Bayreuth ansteigen lassen wird, ist noch nicht sicher. Aktuell liegt die Inzidenz bei 111.

Update vom 10.02.2021, 18.45 Uhr:  Lage am Klininikum entspannt sich - Pendlerquarantäne aufgehoben

Nach dem Ausbruch der Corona-Variante aus Großbritannien scheint sich die Lage im Klinikum Bayreuth zu entspannen. "Seit zwei Wochen hat es kein neues Ausbruchsgeschehen im Haus gegeben. Das lässt uns hoffen", erklärte der medizinische Geschäftsführer des Klinikums, Hans-Rudolf Raab, laut einer Pressemitteilung am Mittwoch.

Die Pendlerquarantäne für alle Mitarbeitenden sei ab Donnerstag aufgehoben, teilte das Klinikum mit. Wer Kontakt mit Patienten habe, müsse aber weiterhin vor Dienstantritt einen Schnelltest machen. Für Pflegekräfte und Ärzte auf Corona-Stationen sei zusätzlich ein wöchentlicher PCR-Test Pflicht.

Patienten würden nach wie vor nur entlassen oder verlegt, wenn mindestens ein PCR-Test negativ ausfällt, heißt es weiter. Patienten mit nachgewiesenem mutierten Virus müssten vorerst in speziellen Bereichen unter Behandlung von festen Teams bleiben.

Das Klinikum meldete Anfang Februar neun gesicherte Fälle der Virusvariante aus Großbritannien. Es handelte sich demnach um sieben Patienten und zwei Beschäftigte. Das Krankenhaus hatte zuvor mehr als 20 Verdachtsfälle bestimmt, das Ergebnis der anderen Fälle stand am Mittwochabend noch aus.

Die Mutation B.1.1.7 ist nach Angaben der oberfränkischen Klinik im Krankheitsverlauf nicht gefährlicher als das bisher bekannte Coronavirus, wohl aber deutlich ansteckender. Je nach Studie soll die Ansteckungsgefahr um 50 bis 70 Prozent höher liegen.

Update vom 05.02.2021, 13.00 Uhr: Gestiegene Inzidenz und Fortsetzung des Distanzunterrichts

Die Lage in Bayreuth ist weiter angespannt. Die 7-Tage-Inzidenz ist im Landkreis auf 149,44 und in der Stadt Bayreuth auf 159,13 angestiegen. Seit dem Vortag sind insgesamt 78 neue positive Corona-Testergebnisse eingegangen, 46 aus dem Landkreis und 32 aus der Stadt Bayreuth. Seit Ausbruch der Pandemie wurden insgesamt im Landkreis 3.007 und in der Stadt Bayreuth 2.074 Personen positiv auf dieses Corona-Virus getestet.

Heute sind im Landkreis 248 und in der Stadt Bayreuth 189 Personen nachweislich mit dem Corona-Virus CoV-2 infiziert. Als genesen gelten 2.650 Personen aus dem Landkreis und 1.818 aus der Stadt, darunter sowohl Personen, die mit typischer Symptomatik erkrankt gewesen waren, aber auch solche, bei denen trotz fehlender Krankheitszeichen ein positiver Test auf CoV-2 vorgelegen hatte. Insgesamt 95 Personen mit COVID-19 werden stationär behandelt, 47 Patienten aus dem Landkreis und 37 aus der Stadt – davon sind 86 Patienten im Klinikum Bayreuth und neun der Sana-Klinik in Pegnitz in Behandlung. Aus dem Landkreis sind bisher 109 und aus der Stadt Bayreuth 67 Personen an den Folgen der Infektionskrankheit COVID-19 verstorben.

Die aktuelle Lage vor Ort im Rahmen der Corona-Pandemie lässt die Öffnung der Schulen in Stadt und Landkreis noch nicht zu. Im Landkreis Bayreuth sind daher auch für Abiturientinnen und Abiturienten, für die 2021 Abschlussprüfungen durchgeführt werden, sowie für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen, bei denen zeitnah Abschlussprüfungen stattfinden, die Schulen in der kommenden Woche, vom 8. bis zum 12. Februar geschlossen.

Update vom 03.02.2021, 19.30 Uhr: Corona-Mutationen am Klinikum Bayreuth bestätigt

Im Klinikum Bayreuth hat sich der Verdacht auf eine Ausbreitung der Corona-Mutation aus Großbritannien bestätigt. Wie die Klinik und das Landratsamt am Mittwochabend (03.02.2021) berichteten, gibt es neun gesicherte Fälle der Mutation B.1.1.7. Es handelt sich demnach um sieben Patienten und zwei Beschäftigte. Das Krankenhaus hatte zuvor mehr als 20 Verdachtsfälle bestimmt.

Mit einer sogenannten Sequenzierung in Laboren unter anderem in Universitätskliniken in Regensburg und München sollen nun auch die weiteren Verdachtsfälle genau bestimmt werden. Es sei damit zu rechnen, dass auch diese sich bestätigen, berichtete das Bayreuther Krankenhaus.

Die Mutation B.1.1.7 ist nach Angaben der oberfränkischen Klinik im Krankheitsverlauf nicht gefährlicher als das bisher bekannte Coronavirus, wohl aber deutlich ansteckender. Je nach Studie soll die Ansteckungsgefahr um 50 bis 70 Prozent höher liegen.

Insgesamt gibt es im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Bayreuth 42 Verdachtsfälle auf Mutationen, bei denen überwiegend ein Zusammenhang mit dem Ausbruch der britischen Variante am Klinikum Bayreuth besteht. Eingeschlossen sind hierbei bereits bekannte Verdachtsfälle aus Reihentestungen des Klinikums Bayreuth sowie eines isolierten Ausbruchs in der Mediclin-Rehaklinik in Bayreuth.

Dort befinden sich – Stand 3. Februar 2021 – insgesamt 22 positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestete Patienten. Bei zehn der Patienten wurde der Verdacht auf die Mutation der britischen Variante gestellt. Sequenzierungsergebnisse stehen aber noch aus.

Im Klinikum Bayreuth werden derzeit 77 Covid-19-Patientinnen und Patienten behandelt. Zehn von ihnen befinden sich auf einer Intensivstation.

Update vom 03.02.2021, 12.45 Uhr: Gesundheitsbehörden lockern Maßnahmen im Klinikum Bayreuth 

Die "Pendelquarantäne" für Mitarbeiter des Klinikums Bayreuth wird teilweise aufgehoben. Für die Beschäftigten aller Stationen und Bereiche ohne Ausbruchsgeschehen endet die Maßnahme am 3. Februar um 24 Uhr. Aufnahme- und Abverlegungsstopp der Patienten werden abgemildert. Wie die Klinikum Bayreuth GmbH mitteilt, wird in den neuen Regelungen zwischen Bereichen und Stationen mit und ohne Ausbruchsgeschehen unterschieden. 

Die seit dem 26. Januar geltende "Pendelquarantäne" läuft demnach für alle Arbeitnehmer in Bereichen und Stationen ohne Ausbruchsgeschehen mit dem 3. Februar 2021 (24 Uhr) aus. Für Beschäftigte in Stationen mit noch aktuellen Corona-Infektionsfällen wird die Pendelquarantäne am Standort Hohe Warte bis einschließlich 5. Februar 2021 und für den Standort Klinikum bis zum 10. Februar 2021 verlängert. 

Nach Absprache mit den Gesundheitsbehörden gilt kein allgemeiner Aufnahmestopp mehr, teilt die Klinikum Bayreuth GmbH mit. Für Stationen mit Ausbruchsgeschehen wird, wie schon seit Beginn der Pandemie, ein Aufnahmemanagement mit Aufnahmestopp praktiziert, zunächst befristet bis zum 10. Februar. Ausgenommen davon sind auf Corona positiv getestete Patienten. Alle anderen Stationen werden ab Mittwoch, 3. Februar 2021, unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen wieder geöffnet. 

Nach Informationen des Klinikums gilt die zuletzt getroffene Regelung, dass zwei negative PCR-Tests in einem Zeitabstand von 48 Stunden Voraussetzung für eine Patientenentlassung sind, weiterhin für Stationen mit Ausbruchsgeschehen. Neu ist: Stationen ohne Ausbrüche entlassen Patienten nach Erhalt eines negativen PCR-Tests. 

An den täglichen Antigen-Schnelltests für "patientennah Beschäftigte" und den wöchentlichen PCR-Tests für alle Mitarbeiter wird zunächst bis zum 10. Februar festgehalten. 

Erstimpfungen in Bayreuther Seniorenheimen durchgeführt 

Unterdessen sind sowohl im Landkreis als auch in der Stadt Bayreuth die Erstimpfungen in allen "Einrichtungen für vollstationäre Seniorenpflege" durchgeführt, teilt das Landratsamt Bayreuth mit.

In 15 der 27 Heime wurde außerdem bereits die nach dem festgesetzten 21-Tage-Turnus erforderliche Zweitimpfung durchgeführt. Damit haben die Verantwortlichen um Landrat Florian Wiedemann das Ziel, all diesen Einrichtungen bis spätestens Mitte Februar 2021 ein Angebot für eine Erstimpfung unterbreitet zu haben, dem Landratsamt zufolge vorzeitig erfüllt.

"Es ist eine sehr gute Nachricht, dass wir in der vollstationären Seniorenpflege zunächst einmal mit den Erstimpfungen durch sind. Damit ist ein wichtiger Schritt in der Bewältigung der Corona-Pandemie getan", sagt Wiedemann. "Gleichzeitig ist uns natürlich auch bewusst, dass noch viele solcher Schritte vor uns liegen. Wir hoffen jetzt, dass wir schon bald mehr Impfstoff erhalten werden, um das Impftempo deutlich zu steigern."

Update vom 01.02.2021: Bundeswehr unterstützt Sana-Klinik in Pegnitz

Die Lage im Gesundheitssystem im Kreis Bayreuth ist aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin angepsannt. Nun soll die Bundeswehr helfen. Deshalb nahmen am heutigen Montag, 01.02.2021, acht Unterstützungskräfte von der Bundeswehr gegen 10.00 Uhr ihren Dienst in der Sana-Klinik in Pegnitz auf: Vier Soldaten aus dem Sanitätsbereich und vier aus anderen Bereichen unterstützen nun die Sana-Klinik, damit hier mehr Patienten versorgt werden können und damit die medizinische Versorgung in der Region gestärkt wird.

Denn aufgrund der derzeitigen Situation am Klinikum Bayreuth, die einen Aufnahmestopp für elektive Behandlungen notwendig macht, war es erforderlich, die Kapazitäten an der Sana-Klinik zu erhöhen. Vierzig Betten konnten hier aber nicht belegt werden, da das Personal dazu fehlte.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz Bayreuth-Land stellte daher bei der Bundeswehr einen Antrag auf Amtshilfe, dem in weniger als einem Tag stattgegeben wurde. In der Sana-Klinik werden die Soldaten sowohl in der Pflege als auch nach Bedarf in verschiedenen anderen Bereichen eingesetzt werden – etwa für Hol- und Bringdienste, Essensausgabe oder Bettenaufbereitung.

„Mit dem Einsatz der Bundeswehrsoldaten in der Sana-Klinik gelingt eine Verbesserung der medizinischen Versorgungssicherheit in unserer Region“, so Landrat Wiedemann.

Update vom 28.01.2021, 10.39 Uhr: Klinikum Bayreuth hat bei Corona-Impfungen oberste Priorität

Ab sofort hat das Klinikum Bayreuth bei der Zuteilung der Corona-Impfdosen oberste Priorität, teilt das Landratsamt Bayreuth mit. Aufgrund des aktuellen Ausbruchsgeschehens sehe es Landrat Florian Wiedemann als unabdingbar an, neben den stationären Alten- und Seniorenheimen die Mitarbeiter des Krankenhauses zu impfen. Mit der Stadt Bayreuth sei dieses Vorgehen abgestimmt.

"Wir haben nach Bekanntwerden der britischen Mutation harte Maßnahmen ergriffen, welche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stark einschränken. Da ist es das Gebot der Stunde, mit den Impfungen zumindest etwas Hoffnung und Sicherheit zurückzugeben“, sagt Wiedemann. Zudem sei es für die medizinische Versorgung der Region unheimlich wichtig, dass die Klinikum Bayreuth GmbH leistungsfähig bleibe. Daher sind hier laut Landratsamt bislang schon 750 Erstimpfungen erfolgt. Am Donnerstag starten demnach bereits die Zweitimpfungen.

"Weil an den Landkreis Bayreuth nach wie vor sehr viel weniger Impfstoff angeliefert wird als in Stadt und Landkreis an Impfkapazitäten zur Verfügung stehen, verzögert sich die Terminvergabe für Corona-Erstimpfungen weiterhin", heißt es vonseiten des Landratsamts. Mit den zur Verfügung stehenden Impfdosen würden die bereits anstehenden Zweitimpfungen vorgenommen, damit diese Impfungen abgeschlossen werden könnten und damit vollständig wirksam seien. Darüber hinaus werden ab sofort bis auf Weiteres nur noch Erstimpfungen in stationären Alten- und Pflegeheimen sowie im Klinikum durchgeführt, teilt das Landratsamt Bayreuth mit.

Landrat Florian Wiedemann bitte daher all diejenigen, die derzeit auf ihre Impfung warten, um Verständnis dafür, dass Impftermine derzeit leider nicht zeitnah vergeben werden können. "Wir müssen uns jetzt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klinikum Bayreuth GmbH solidarisch zeigen. Ich bin überzeugt davon, dass das die Bürgerinnen und Bürger der Region verstehen“, glaubt Wiedemann.

Update vom 27.01.2021, 19.30 Uhr: Weitere Fälle von Corona-Mutation im Bayreuther Klinikum

Im Bayreuther Klinikum gibt es weitere Verdachtsfälle auf die britische Corona-Mutation. Wie das Krankenhaus am Mittwoch berichtete, seien bei einer Reihentestung von knapp 3000 Klinikmitarbeitern 21 neue Infektionen festgestellt worden.

"Bei zwölf dieser Personen besteht der Verdacht, dass sie sich mit der sogenannten englischen Mutation des Virus infiziert haben", berichtete das Klinikum. Die Gesamtzahl der Verdachtsfälle auf die B.1.1.7-Mutation habe sich damit auf 23 erhöht. Die Verdachtsfälle müssen allerdings noch endgültig bestätigt werden, was noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Das Virus war in dem Klinikum auf mehreren Stationen festgestellt worden. Die Häuser des Klinikums wurden vorerst geschlossen. Die mehr als 3000 Mitarbeiter befinden sich außerhalb ihrer Arbeitszeiten in Quarantäne.

Die Mutation B.1.1.7 sei im Krankheitsverlauf nicht gefährlicher, wohl aber deutlich ansteckender, teilte das Klinikum mit. Je nach Studie soll die Ansteckungsgefahr um 50 bis 70 Prozent höher liegen.

Update vom 27.01.2021, 12.15 Uhr: Klinikum verhängt "Pendler-Quarantäne" für über 3000 Angestellte

Wegen des Verdachts des Ausbruchs einer hochansteckenden Corona-Mutation hat das Klinikum Bayreuth seine Häuser vorerst geschlossen. Mehr als 3000 Mitarbeiter des Klinikums dürfen nur noch ohne öffentliche Verkehrsmittel zur Arbeit kommen und befinden sich ansonsten in Quarantäne, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Patienten werden nur noch in absoluten Notfällen aufgenommen und erst nach zwei negativen Testergebnissen entlassen, wie das Klinikum in der oberfränkischen Stadt am Dienstag mitteilte. "Aktuell ist die Lage in dem Bayreuther Großkrankenhaus angespannt, aber unter Kontrolle", heißt es.

Aktuell besteht in Bayreuth in mindestens elf Fällen der Verdacht auf eine Infektion mit einer hochansteckenden mutierten Virus-Variante.  "Diese verteilen sich auf Personal – Ärzte wie Pflegekräfte – und Patienten“, sagt Dr. med. Thomas Bollinger, Leitender Oberarzt, der Agentur News5. Er leitet seit März 2020 das Pandemie-Management des Krankenhauses von hygienischer Seite.

Ihm zufolge hat das Klinikum Bayreuth die Lage in der zweiten Welle zunächst gut im Griff gehabt. "Und dann hat sich im Januar das Geschehen doch deutlich verschärft.“ In der Folge standen im Krankenhaus Reihentestungen und Sequenzierungen an. Wie viele Fälle der britischen Corona-Variante im Klinikum insgesamt aufgetreten sind, werde sich in acht bis zwölf Tagen zeigen, wenn das Endergebnis vorliege. 

Leitender Oberarzt: Untersuchungen laufen unter Hochdruck

Die Mutation B.1.1.7 aus England wurde in Bayreuth erstmals bei einer Person nachgewiesen, die von einer Reise zurückgekehrt war. Wie die Corona-Variante ins Krankenhaus gekommen ist, ist indes noch immer unklar. "Wir können nur sagen: Es war nicht der England-Rückkehrer, der kurz im Klinikum lag.“ Ebenso wenig sei jene Bayreutherin der Auslöser, deren Infektion vom Gesundheitsamt kommuniziert worden sei. "Sie hat sich zu keinem Zeitpunkt hier im Klinikum befunden“, betont der Leitende Oberarzt. "Insofern ist der Weg nicht ganz klar.“ Zugleich liefen jedoch unter Hochdruck die Untersuchungen, die den Weg des Virus ermitteln sollen.

Das Klinikum ließ nach eigenen Angaben daraufhin 30 Proben untersuchen. Ob die britische Mutation gefährlicher als die bisherige Corona-Variante ist, lasse sich bislang noch nicht sicher beantworten. Schwieriger mache das Ganze, dass die neue Variante einfacher zu übertragen sei. "Das ist, was wir hier beobachten – weshalb wir auch diese Maßnahmen getroffen haben", erklärte Bollinger. Je nach Studie soll die Ansteckungsgefahr um 50 bis 70 Prozent höher liegen, teilt das Klinikum mit. 

Insgesamt sind derzeit nach Angaben des Klinikums 99 der mehr als 3300 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet. Eine Reihentestung am Wochenende von über 2800 Angestellten habe 18 Fälle ergeben. "Sie alle sind in Quarantäne und nicht im Dienst", heißt es der dpa  zufolge weiter. Das Virus sei im Klinikum auf mehreren Stationen ausgebrochen. Nach und nach sollen alle Patienten auf das Coronavirus getestet werden. Stand Dienstag (26. Januar 2021) wurden laut Klinikum 80 Covid-19-Patienten behandelt, davon elf intensiv.

"Ist natürlich eine enorme Herausforderung – neben der pandemischen Situation"

Wegen der Corona-Mutation-Verdachtsfälle dürfen die mehr als 3000 Angestellte aktuell nur noch ohne öffentliche Verkehrsmittel zur Arbeit kommen - ansonsten sind sie unter Quarantäne gestellt. "Das heißt für jeden einzelnen Mitarbeiter - je nach privater Situation - durchaus eine erhebliche Herausforderung", sagt Bollinger. Er verweist in diesem Zusammenhang etwa auf die Versorgung von Kindern, pflegebedürftigen Angehörigen oder Haustieren.

"Alle sind bemüht, möglichst pragmatische und auch schnelle Lösungen hierfür zu finden. Aber es ist natürlich eine enorme Herausforderung – neben der pandemischen Situation", hält der Mediziner fest. "Wir alle hoffen, dass es sich bald dem Ende nähert und wir auch mal wieder durchschnaufen können. Denn das zehrt natürlich.“

Update vom 26.01.2021, 13.52 Uhr: Klinikum Bayreuth GmbH behandelt nur noch Notfälle

Die Klinikum Bayreuth GmbH schließt seine Türen für Tagespatienten (Stätten: Klinikum Bayreuth und Hohe Warte). Von nun an werden nur noch Notfälle sowie Patienten mit sogenannten Tracer-Diagnosen (Herzinfarkt, Reanimation, Sepsis, Polytrauma, Schädel-Hirn-Trauma sowie Schlaganfall) behandelt, erklärt das Unternehmen am Dienstag (26. Januar 2021). 

Bei einem Reiserückkehrer aus Großbritannien war vor einigen Tagen die britische Corona-Variante festgestellt worden. Diese ist deutlich ansteckender. Der Reiserückkehrer soll sich laut Landratsamt allerdings vorbildlich verhalten und sich selbst in Quarantäne begeben haben.

30 Proben eingesandt: Bei elf besteht Verdacht auf UK-Variante

Nun gibt es elf neue Verdachtsfälle an der Klinikum Bayreuth GmbH. In den 30 eingesandten Proben wurde bei elf der Verdacht auf das Vorliegen der UK-Variante gestellt, teilt das Unternehmen mit. Zwei weitere Proben konnten nur fraglich der UK-Variante zugeordnet werden. Es wird rund 10 bis 14 Tage dauern, bis ein endgültiges Ergebnis vorliegt.

Derzeit sind 99 Mitarbeiter der Klinikum Bayreuth GmbH positiv auf Corona getestet. Sie alle sind in Quarantäne und nicht im Dienst. Die Reihentestung von bislang mehr als 2800 Mitarbeitern des vergangenen Wochenendes hat bis dato 18 positive Fälle gezeigt. Im Zuge des Ausbruchsgeschehens wurden das Kontaktmanagement und die Kontaktnachverfolgung im Klinikum deutlich verstärkt. Daneben wurden und werden auch alle Patienten getestet.

Zuletzt hatte die Klinikum Bayreuth GmbH Ausbruchsgeschehen auf mehreren Stationen zu verzeichnen. Diese Entwicklung hält an. Das LGL und die LMU München haben der Klinikum Bayreuth GmbH zugesichert, weitere Sequenzierungen zur genauen Klärung der Situation zeitnah zu ermöglichen. Aktuell ist die Lage in dem Bayreuther Großkrankenhaus angespannt, aber unter Kontrolle, so das Unternehmen. Am heutigen Dienstag (26. Januar 2021) werden 80 Covid-Patienten behandelt, davon elf intensiv. 

Die Gesundheitsbehörden haben folgende Akutmaßnahmen angeordnet

  • Aufnahmestopp für beide Betriebsstätten (Klinikum Bayreuth und Hohe Warte) für alle geplanten Eingriffe, Operationen und Behandlungen.
  • Aufgenommen werden Patienten mit Tracer-Diagnosen (Herzinfarkt, Reanimation, Sepsis, Polytrauma, Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall) sowie zwingende Notfälle.
  • Geburten werden je nach Dringlichkeit versorgt. Für Akutsituationen und Risikogeburten ist vorgesorgt. 
  • Patienten werden nur dann entlassen, wenn bei ihnen zwei Abstriche im Abstand von 48 Stunden negative Ergebnisse erbracht haben.
  • Für alle Mitarbeiter der Klinikum Bayreuth GmbH gilt ab sofort eine Pendelquarantäne. Sie dürfen sich ohne öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen nur zwischen ihrem Wohn- und Arbeitsort bewegen und befinden sich ansonsten im häuslichen Umfeld in Quarantäne. Diese Anordnung gilt vorläufig, solange die Aufklärung der Corona-Ausbrüche erfolgt und bis die Gefährdungslage genauer abgeschätzt werden kann. 
  • Es erfolgt eine Anpassung des Testkonzepts für Mitarbeiter und Patienten durch das Klinikum Bayreuth mit dem Ziel, fortlaufend den Infektionsstatus zu erfassen.

Die Zahlen können sich nach den Reihentestungen noch nach oben verändern. Die Gesundheitsbehörden überwachen die Situation. Gegebenenfalls sind noch weitere Maßnahmen zu erwarten, erklärt das Unternehmen.

Update vom 21.01.2021, 10.55 Uhr: Stadt Bayreuth verschärft Corona-Beschränkungen

In Bayreuth liegt der 7-Tage-Inzidenzwert aktuell weit über dem Landesdurchschnitt, teilt die Stadt am Donnerstagvormittag (21. Januar 2021) mit. Deshalb treten nun zusätzliche Beschränkungen in der Stadt Bayreuth in Kraft. Sie gelten ab dem morgigen Freitag (22. Januar 2021) bis zunächst Sonntag (31. Januar 2021).

So gelten für Besuche in vollstationären Pflegeheimen, Behinderten-Einrichtungen, von ambulant betreuten Wohngemeinschaften, Altenheimen und Seniorenresidenzen weitergehende Einschränkungen. Die Besuchsdauer ist auf 30 Minuten beschränkt. Besuche sind, soweit räumlich möglich, nur außerhalb des Bewohnerzimmers gestattet. Dies gilt selbstverständlich nicht für bettlägerige Bewohner. Besuche in einem Mehrbettzimmer oder Gemeinschaftszimmer dürfen nicht gleichzeitig stattfinden. Bewohner oder Patienten, die länger als acht Stunden abwesend waren, unterliegen einer erweiterten Corona-Testpflicht. 

Für Mitarbeiter in den genannten Einrichtungen sowie in Krankenhäusern greift zudem eine erweiterte Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken. Gleiches gilt für die Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste, die auch einer erweiterten Testpflicht in Bezug auf eine Corona-Infektion unterliegen.

Update vom 21.01.2021, 06.00 Uhr: Reiserückkehrer aus Großbritannien hatte Virus in sich

Wie nun auch das Landratsamt Bayreuth mitteilt, ist die Corona-Mutation aus Großbritannien in Bayreuth angekommen. Betroffen ist eine Person, die kurz vor den Weihnachtsfeiertagen aus Großbritannien eingereist war, erklärt das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Die Person habe sich darauf unmittelbar in Quarantäne begeben. Ein erster Abstrich viel positiv auf das Coronavirus aus - jedoch erst am 16. Januar 2021 kam das Ergebnis, dass es sich um die Mutation handelte.

Zu diesem Zeitpunkt war die Quarantäne bereits vorbei. Wie das Landratsamt versichert, bestand zu keiner Zeit eine Ansteckungsgefahr für weitere Menschen, da sich die betroffene Person vorbildlich verhielt und Kontakte meidete. Zudem war der Verlauf kein schwerer, weshalb die Person auch nicht im Klinikum behandelt werden musste. "Daher kann das Gesundheitsamt nach menschlichem Ermessen ausschließen, dass das derzeitige Infektionsgeschehen im Klinikum Bayreuth mit diesem Indexfall in Zusammenhang stehen könnte", heißt es in der Pressemitteilung.

Update vom 20.01.2021, 16.49 Uhr: Corona-Variante B.1.1.7 in Bayreuth nachgewiesen

„Die erstmals in England aufgetretene Mutation des Coronavirus B.1.1.7 ist jetzt auch in Bayreuth nachgewiesen worden“, teilt das Klinikum mit. Dieser Virustyp ist nach derzeitigem Kenntnisstand im Krankheitsverlauf nicht gefährlicher, wohl aber deutlich ansteckender.

Bei einer Person, die von einer Reise zurückkehrte, sei die Mutation B.1.1.7 in Bayreuth zuerst aufgetreten, erklärt das Klinikum. „Es ist nicht auszuschließen, dass dieser Virustyp inzwischen im Klinikum angekommen ist.“

Mehrere Corona-Ausbrüche mit neuer Dimension

In den vergangenen Tagen habe es an der Klinikum Bayreuth GmbH mehrere Ausbrüche gegeben, die in ihrer Dynamik die bisherigen Ausbruchsereignisse übertroffen hätten, erklärt das Unternehmen. Dies werde aktuell geprüft.

„In Anbetracht dieser ernst zu nehmenden Entwicklung und vor dem Hintergrund weiterhin hoher Inzidenzzahlen in Stadt und Landkreis Bayreuth werden wir jetzt entschlossen handeln“, sagt der Pandemiebeauftragte der Klinikum Bayreuth, Prof. Thomas Rupprecht. „Es geht darum, unsere Leistungsfähigkeit zu erhalten, um Patienten, ob mit oder ohne Covid, helfen zu können. Der Schlüssel dazu ist der Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Bereits jetzt würden komplette Teams von Kliniken und Abteilungen, in denen positive Testergebnisse auftraten, zu Abstrichen einberufen, teilt das Unternehmen mit. „Sobald als möglich werden alle Mitarbeiter der Klinikum Bayreuth GmbH, in Summe sind dies mehr als 3300 Menschen, getestet.“

Klinikum Bayreuth rechnet mit weiteren positiven Ergebnissen

Dazu bauen die Verantwortlichen des Großkrankenhauses auf die Unterstützung der Stadt Bayreuth, die über ausreichend Testkapazitäten verfüge. „Darüber hinaus werden wir das Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bitten, uns durch seine Task Force mit Expertise und bei der Umsetzung weiterer eventuell notwendiger Maßnahmen zu unterstützen“, sagt Dr. Thomas Bollinger als Leitender Oberarzt.

Weil davon auszugehen sei, dass bei einer Testung aller Mitarbeiter weitere positive Ergebnisse auftreten und sich daraus Quarantänezeiträume ergeben, nehme die Klinikum Bayreuth GmbH Kontakt zu Stellen und Institutionen auf, die vor allem in der Pflege personelle Unterstützung leisten können. Eine stetige Belieferung mit Impfstoff, um die Impfaktion für Mitarbeiter verlässlich fortsetzen und ausbauen zu können, würde der Klinikum Bayreuth GmbH zudem helfen. Ebenfalls werden alle stationären Patienten, bei denen dies möglich ist, entlassen. 

Am vergangenen Wochenende und am Montag lagen die Zahlen der Covid-19-Patienten an der Klinikum Bayreuth GmbH erstmals bei über 100. Am Dienstag und am heutigen Mittwoch rangieren sie leicht unter dieser Marke.

Update vom 20.01.2021, 16.09 Uhr: Landkreis Bayreuth setzt kostenlosen Bürgerbus für Fahrten zum Corona-Impfzentrum ein

Wie das Landratsamt Bayreuth mitteilt, steht ab nächster Woche der Landkreis-Bürgerbus „Jurahochfläche“ im Bereich Hollfeld, Aufseß, Plankenfels, Waischenfeld und Ahorntal für kostenlose Impffahrten zur Verfügung. Das Ziel ist klar: Das Impfen soll für den Einzelnen so einfach wie möglich gestaltet werden. Das heißt: Bereitstellung eines Fahrdienstes und Vorabfestlegung des Impftermins.

Beides wird den Interessierten im westlichen Landkreis so gut wie abgenommen: Verantwortlich dafür ist das Organisationsteam „vor Ort“ rund um den Initiator Manfred Neumeister, Bezirks – und Kreisrat und vor allem „mit Herz und Seele“ Kreisseniorenbeauftragter. Bei ihm (Telefonnummer 0171 2306193, E-Mail-Adresse: manfredneumeister@t-online.de) gehen die Impfwünsche ein. Er kümmert sich dann um den Impftermin und legt die Abholzeit („an der Haustür“) durch den Bürgerbus fest. 

Fahrt im Impfbus ist kostenlos

Anlaufen soll das Projekt Anfang nächster Woche, die Struktur steht. Montags, mittwochs und freitags fährt der Bürgerbus das Impfzentrum in Bayreuth an, dort werden die Hollfelder, Aufseßer und Plankenfelser geimpft. Am Dienstag und Donnerstag geht die Fahrt nach Pegnitz zum dortigen Impfzentrum, wo die Waischenfelder und Ahorntaler geimpft werden.

Auf Empfehlung des eingeschalteten Gesundheitsamtes werden immer nur maximal zwei „Impflinge“ transportiert. So werden die Infektionsrisiken im „absoluten Minimum“ gehalten. Der Transport ist kostenlos. „Eine super Sache“, wie Landrat Florian Wiedemann findet, der hofft, dass von dem Angebot entsprechend auch Gebrauch gemacht wird.

„Diese Dienstleistung, die besonders unsere immobilen Mitbürger ansprechen soll, ist mir eine Herzensangelegenheit“, so der Bayreuther Landrat mit Blick auf eine weitere Beschleunigung des Impfprozesses. Gefahren wird der Bus in bewährter Weise von dem erprobten Bürgerbusfahrer-Team aus der „Jurahochfläche“, das ihren Service kostenlos und vollständig ehrenamtlich einbringt.

Update vom 15.01.2021, 15.59 Uhr: Bayreuth mit bayernweit höchster Inzidenz - Zahl der Todesfälle in Stadt und Kreis steigt auf 100

Die Stadt Bayreuth erreicht am Freitag einen Corona-Warnwert von 323,60 (Stand: 15.01.2021, 00.00 Uhr; Quelle: RKI). Dies ist laut Robert-Koch-Institut aktuell die höchste 7-Tage-Inzidenz im ganzen Freistaat Bayern. Der Landkreis Bayreuth landet mit einem Wert von 256,60 auf Platz sieben im bayernweiten Ranking.

Noch höher fallen die Zahlen aus, die das Landratsamt Bayreuth am Freitagnachmittag übermittelt: Hier beträgt die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt Bayreuth 363,71. Im Landkreis liegt der Wert demnach bei 283,45.

Laut dem Landratsamt sind seit dem Vortag insgesamt 140 neue positive Corona-Testergebnisse eingegangen. 79 stammen aus dem Landkreis und 61 aus der Stadt Bayreuth. Seit dem Ausbruch der Pandemie wurden insgesamt im Landkreis 2495 und in der Stadt Bayreuth 1729 Personen positiv auf dieses Corona-Virus getestet.

Am Freitag sind im Landkreis 418 und in der Stadt Bayreuth 356 Personen nachweislich mit dem Corona-Virus CoV-2 infiziert. Als genesen gelten 2012 Personen aus dem Landkreis und 1338 aus der Stadt - darunter sowohl Personen, die mit typischer Symptomatik erkrankt gewesen waren, aber auch solche, bei denen trotz fehlender Krankheitszeichen ein positiver Test auf CoV-2 vorgelegen hatte, betont die Behörde.

25 Corona-Fälle in Bayreuther Flüchtlingsunterkunft

In der Flüchtlingsunterkunft in der Wilhelm-Busch-Straße in Bayreuth hat die jüngste Reihentestung vom 12. Januar 25 positive Fälle ergeben. Das teilte das Landratsamt Bayreuth inFranken.de mit. 89 Personen befinden sich hier momentan in Quarantäne. Erstmals war die Einrichtung am 15. Dezember unter Quarantäne gestellt worden. Grund dafür war ein auf der Arbeit positiv getesteter Beschäftigter im Amazon-Verteilzentrum, der in der Gemeinschaftsunterkunft untergebracht ist. 

Aktuell werden in der Region 105 Covid-19-Patienten stationär behandelt. 49 Patienten aus dem Landkreis und 46 aus der Stadt – davon sind 101 Patienten im Klinikum Bayreuth und vier in der Sana-Klinik in Pegnitz in Behandlung. Aus dem Landkreis sind bisher 65 und aus der Stadt Bayreuth 35 Personen an den Folgen der Infektionskrankheit Covid-19 verstorben. Damit ist die Zahl der Todesfälle im Raum Bayreuth auf insgesamt 100 gestiegen.

Symbolbild: Andreas Arnold/dpa

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