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Bilanz Blitzmarathon: Oberfranke rast mit 184 km/h an Beamten vorbei

Der Blitzmarathon in Franken ging am Donnerstagmorgen zu Ende. Ein Oberfranke raste unter anderem mit 184 km/h an den Beamten vorbei.
 
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Die Polizei zog Bilanz: Der Blitzmarathon in Franken verlief besser als der letzte. Foto: Symbolfoto: benjaminnolte/Adobe Stock (62940081)

Der 24-Stunden-Blitzermarathon in Franken ist am Donnerstagmorgen (22. April 2021) zu Ende gegangen - das Polizeipräsidium Oberfranken zieht in einer Pressemitteilung Bilanz:

Von 29.865 gemessenen Fahrzeugen hielten sich laut Polizei lediglich 1,3 Prozent nicht an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten. An 80 Stellen überwachten 158 Beamte den Verkehr. 384 Fahrer gingen bei den Messkontrollen ins Netz - "trotz vorausgegangener umfangreicher Berichterstattung in den Medien". 

Obwohl angekündigt: Knapp 400 Fahrer geblitzt

Die eine Hälfte von ihnen hat eine kostenpflichtige Verwarnung erhalten. Die andere Hälfte muss mit einem Bußgeldbescheid, Punkten in Flensburg oder gar einem Fahrverbot rechnen. 

Einen "traurigen Rekord" stellte ein Unterfranke auf: Laut Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken fuhr dieser auf der B285 bei Mellrichstadt und war bei erlaubten 100 km/h mit 163 km/h unterwegs. Neben einem Bußgeld von 880 Euro muss der Mann mit einem zweimonatigen Fahrverbot und zwei Punkten rechnen.

Ein Oberfranke toppte das Ganze noch: Er raste auf der B289 bei Kulmbach mit 184 km/h an den Beamten vorbei - dort ist eigentlich nur 100 erlaubt. Er muss sich nun auf ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro, zwei Punkten in Flensburg und drei Monate Fahrverbot einstellen. 

Kulmbacher über 80 km/h zu schnell: Drei Monate Fahrverbot

Die Bilanz aus weiteren oberfränkischen Mittelzentren sieht wie folgt aus: 

  • Im Bereich Bamberg (Stadt und Lkr. Bamberg, Lkr. Forchheim) waren 66 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs.
  • Im Bereich Bayreuth (Stadt und Lkr. Bayreuth, Lkr. Kulmbach) waren 186 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs.
  • Im Bereich Coburg (Stadt und Lkr. Coburg, Lkr. Kronach und Lichtenfels) waren 73 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs.
  • Im Bereich Hof (Stadt und Lkr. Hof, Lkr. Wunsiedel) waren 59 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs.

Laut Angaben der Polizei hat der Blitzmarathon 2021 erneut gezeigt, dass "die Aktion geeignet ist, die Verkehrsteilnehmer im Hinblick auf die Einhaltung von Tempolimits wachzurütteln". 

Auch in Zukunft: Polizei wird Raser im Auge behalten

Beim letzten Blitzmarathon waren noch zwei Prozent aller gemessenen Fahrer zu schnell unterwegs. Auch außerhalb des Blitzmarathons wird die oberfränkische Polizei im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2030 "Bayern mobil – sicher ans Ziel" Raser im Auge behalten, heißt es abschließend in der Pressemitteilung. 

Bund und Länder haben sich vor Kurzem über neue Regelungen im Bußgeldkatalog geeinigt. Manche Verkehrs-Verstöße werden erheblich teurer.