Für billige Mode zahlen andere Menschen einen hohen Preis. Wie die Stadt Bayreuth in einer Pressemitteilung erklärt, sind die sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen in Deutschland kaum sichtbar.

Die Leiterin des Bildungsprojekts „Bildung trifft Entwicklung“, Katharina Funk, klärt bei einem Vortrag der Volkshochschule Bayreuth am Montag, 23. Mai, über die globalen Zusammenhänge auf, zeigt „good practices“ und regt zum Nachdenken über Alternativen an.

Das Leben auf Kosten von anderen Menschen ist kein moralisches Problem Einzelner, sondern ein struktureller Zusammenhang von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Der Soziologe Stephan Lessenich hat daher den Begriff der Externalisierungsgesellschaft geprägt. Die Modeindustrie ist ein gutes Beispiel für Externalisierung. Die mit schnellem und übermäßigem Konsum verbundenen Kosten – die sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen – sind in Deutschland kaum sichtbar und werden in den globalen Süden ausgelagert.

Die Folgen sind vielfältig, doch was kann ich als Verbraucher/in dagegen tun? Durch die Veränderung meines Konsumverhaltens oder durch politisches Engagement? Im Vortrag erfahren die Teilnehmenden die Hintergründe zum Konzept der Externalisierungsgesellschaft und lernen deren globale Zusammenhänge und Auswirkungen kennen. Um Anmeldung bis Montag, 16. Mai, unter www.vhs-bayreuth.de oder per Telefon unter 0921 50703840 wird gebeten.

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